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Welches Recht hat der Vermieter bei einer Mieterhöhung?

Jedes Jahr hast du mehrfach die Sorge, dass dein Vermieter die Miete erhöht. Dabei musst du dir einfach immer vor Augen halten, dass sich dein Vermieter an gewisse Grenzen halten muss – das beruhigt unheimlich. Dabei gibt es Vorgaben wie oft und wie hoch die Miete maximal angehoben werden darf.

Um wieviel Prozent darf dein Vermieter die Miete maximal anheben?

Bei der Mieterhöhung gibt es gleich zwei Vorgaben: Die Miete darf innerhalb von drei Jahren nur um maximal 20 Prozent ansteigen. In großen Städten wie zum Beispiel München, Berlin oder Hamburg kann eine Sonderregelung von maximal 15 Prozent gelten.

Des Weiteren ist der Mietpreis auch abhängig von dem örtlichen Mietpreis, also dass die Miete nur maximal bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete angehoben werden darf. In den meisten Städten und Gemeinden wird der Mietspiegel veröffentlicht und dient so der Orientierung.

Die Anzahl der Mieterhöhungen

Der Vermieter hat die Möglichkeit, den Mietpreis innerhalb von drei Jahren mehrmals anzuheben, jedoch nicht mehr als 20 Prozent. Wichtig ist auch, dass zwischen den einzelnen Erhöhungen ein Abstand von mindestens einem Jahr liegt. Der Wohnungs- oder Hauseigentümer kann nicht einfach hingehen und ständig die Miete nach Lust und Laune anheben. Übrigens ist es für dich als Mieter günstiger, wenn der Anstieg der Miete in Jahresabständen kommt, als geballt zu Beginn der drei Jahre. Meist beschweren sich die Mieter bei einer jährlichen Anhebung ohne darüber nachzudenken, dass diese Art der Erhöhung von Vorteil für sie ist.
Wichtig zu wissen ist auch, dass die Mieterhöhung erst 15 Monate nach Einzug möglich ist.

Wie reagierst du am besten auf eine Mieterhöhung?

Als Mieter hast du nach Eingang der Information über die Mieterhöhung zwei bis drei Monate Bedenkzeit. Solltest du mit Ablauf des dritten Monats nicht zugestimmt haben, hat dein Vermieter die Möglichkeit zu klagen. In dem Fall muss die Klage binnen drei weiterer Monate erhoben werden. Zu einem späteren Zeitpunkt verliert der Vermieter sein Recht.

Prüfe die Kostenerhöhung immer genau, bevor du deine Zustimmung gibst. Werfe zum Beispiel einen Blick auf die aktuellen Mietspiegel in deiner Stadt oder Ort, damit du ein Gefühl dafür bekommst, wie hoch die Miete im Durchschnitt in deinem Umfeld ist. Bei Unsicherheiten kannst du auch einen Anwalt für Mietrecht um Rat fragen – dafür ist es sinnvoll, wenn du vorab eine Rechtsschutzversicherung abgeschlossen hast.

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