sommer versus winterreifen

Sommer- versus Winterreifen

Warum die Unterscheidung?

svg%3EAlle Reifen sind rund und schwarz, doch abgesehen davon gibt es entscheidende Unterschiede. Ob Neuschnee oder Dauerregen, Hitzewelle oder Eiseskälte – die Anforderungen an Autoreifen sind enorm hoch. Es bräuchte eigentlich für jede Fahrbahnbeschaffenheit einen eigens hergestellten Reifentyp, um ein optimales Fahrverhalten zu garantieren.

Da dies in der Praxis nicht leistbar ist, wurde als Kompromiss für die jeweils wahrscheinlichsten Witterungs- und Fahrbahnbedingungen eine Unterscheidung in Sommer- und Winterreifen gemacht.

Gummimischung

Je wärmer es ist, desto weicher wird das Gummi des Reifens. Ein weicher Reifen haftet besser auf der Fahrbahn. Wird der Gummi aber zu weich, entsteht ein starker Rollwiderstand, der hohen Kraftstoffverbrauch und hohen Verschleiß mit sich bringt. Daher ist das Gummigemisch des Sommereifens ein Kompromiss „in Richtung hart“, damit er bei hohen Temperaturen nicht zu weich wird. Ein Winterreifen ist wiederrum ein Kompromiss „in Richtung weich“. Er soll auch bei niedrigen Temperaturen elastisch bleiben und so den Fahrbahnkontakt halten.

Genau diesen Kompromiss und damit eine jeweils optimale Gummimischung zu finden, welche die Belange des modernen Straßenverkehrs reflektiert, ist eine hohe Kunst. „Reifenherstellung heutzutage ist absolute Spitzenhochtechnologie.“ weiss Reifenhersteller Continental zu berichten. Die reifenherstellenden Unternehmen müssen ein profundes Know How in Physik, Chemie und Fahrzeugtechnik besitzen und außerdem noch über eine langjährige Erfahrung in Konstruktion und Design von Reifen vorweisen können, um allen sicherheitsrelevanten Bedingungen gerecht zu werden.

Reifenprofil

contiwintercontact_ts_800_uv_property_original_03_38d63ef390Das einfache Rillenprofil von Sommerreifen dient vorrangig dem „Fliessen lassen“ von Wassers auf nasser Fahrbahn. Winterreifen haben dagegen ein komplexeres Profil, welches neben Rillen, viele Einschnitte in den Profilblöcken aufweist. Die kleinen Lamellen öffnen sich beim Abrollen und können so in den Schnee „beißen“. Diese zusätzliche Verzahnung mit dem Untergrund ermöglicht auch bei Schnee den erforderlichen Antrieb.

Alle Winterreifen sind mit einem M+S Symbol (engl. mud and snow; dt. Matsch und Schnee) gekennzeichnet. Dies ist zwar einerseits gesetzlich vorgeschrieben, andererseits jedoch nicht gesetzlich geschützt. So kann es auch auf winteruntauglichen Reifen zu finden sein. Um den Sicherheitsaspket zu wahren, haben sich die Hersteller gegen diese Verallgemeinerung zur Wehr gesetzt und ein zusätzliches Qualitätssymbol entwickelt: eine stilisierte Schneeflocke. Dieses Symbol darf nur verwendet werden, wenn der Reifen im Testverfahren einen Mindestwert an Traktion (Antriebskraft, Zug) auf Schnee und Eis erreicht hat.