Kauf Waschmaschine

Kauf einer Waschmaschine – was Konsumenten wollen, sollten auch Einkäufer wollen

Meist geschieht es in den unpassendsten Situationen: Der Wäschekorb quillt über, der Urlaub steht an oder das Kind ist krank – und dann geht auch noch die Waschmaschine kaputt. Selbst mit aufgedrehtem Wasser und dem richtig eingestellten Programm funktioniert sie nicht: Sie gibt keinen Ton von sich, oder wenn, dann pumpt sie später nicht mehr ab, schleudert nicht und verweigert vollständig den Dienst. In solchen Fällen gilt es für Verbraucher, möglichst schnell für Ersatz zu sorgen. Denn wer kann sich heute noch ein Leben ohne den elektrischen Waschhelfer vorstellen? Doch wie lässt sich aus der Vielzahl an Waschmaschinen die richtige auswählen? Dieser Artikel zeigt einige Punkte auf, die Verbrauchern beim Kauf einer neuen Waschmaschine helfen. Diese Merkmale sind natürlich auch für Händler interessant. Nur, wer die Kundenbedürfnisse kennt, kann die richtigen Produkte anbieten.

Die Leistungsdaten der Waschmaschine

Es kann natürlich nicht pauschal behauptet werden, dass eine Waschmaschine soundso viel Fassungsvermögen, eine bestimmte Umdrehungszahl und spezielle Programme besitzen muss. Viele Leistungsdaten hängen rein von der persönlichen Situation ab:

  • Wie viele Personen leben im Haushalt?
  • Welche Wäsche wird vorzugsweise gewaschen?
  • Wie oft wird gewaschen?
  • Ist ein Trockner vorhanden?
  • Sind genügend Trockenplätze vorhanden?
Größe Waschmaschine
© kropekk_pl – pixabay.com

Ein Singlehaushalt, in dem die meiste Zeit nur gewöhnliche Kleidung, Handtücher und Bettwäsche gewaschen werden müssen, hat ganz andere Ansprüche an eine Waschmaschine als ein Haushalt mit Kindern, die eventuell sogar noch reiten oder ausgiebig mit dem Hund spielen. Sind Kleinkinder vorhanden, steht die Umdrehungszahl der Waschmaschine mit an oberster Stelle. Schließlich müssen Strampler, Bettwäsche und Lätzchen innerhalb kürzester Zeit wieder einsatzbereit sein. Ein Trockner könnte an dieser Stelle Abhilfe schaffen, doch ist kein Platz für das Gerät vorhanden, muss es auch ohne gehen.

Wichtige Leistungsdaten, die für die meisten Haushalte infrage kommen, sind folgende:

  • Schleuderzahl/Umdrehungen: Die Schleuderstärke der Maschine belegt, wie trocken die Wäsche nach dem Waschen ist. Empfindliche Wäschestücke kommen mit einer Schleuderzahl von 700 Umdrehungen aus. 1200 Umdrehungen in der Minute sind für Handtücher und gewöhnliche Kleidung angeraten. Ist kein Trockner vorhanden, sollte die Maschine mindestens 1.400 Umdrehungen ermöglichen, da die Wäsche dann trockener aus der Maschine kommt. Auch, wenn die Wäsche anschließend in den Trockner kommt, sollten es mindestens 1400 Umdrehungen sein: Das spart jede Menge Strom.
  • Waschprogramme: Jede Maschine hat verschiedene Waschprogramme. Die simpelsten Vorprogrammierungen befassen sich mit Feinwäsche, Kochwäsche und Normalwäsche. Beim Kauf sollten Verbraucher prüfen, ob genügend Programme für die eigenen Zwecke vorhanden sind. Sehr wichtig sind beispielsweise Kurzwaschprogramme, wenn es einmal schneller gehen muss. Auch sollte eine gute Maschine ein Sparprogramm besitzen.
  • Energieverbrauch: Der Energieverbrauch ist bei Waschmaschinen heutzutage sehr wichtig. Immerhin kostet die Maschine nicht nur bei der Anschaffung, sondern verursacht über die Jahre hinweg Kosten. Bei der Kaufentscheidung hilft ein Blick auf das vorgeschriebene Energielabel. Eine gute Maschine sollte sich im A-Bereich bewegen – je mehr Pluszeichen hinter dem Buchstaben sind, desto weniger Energie verbraucht die Maschine in einem Waschgang. Mittlerweile sind Maschinen mit der Energieeffizienzklasse A+++ sehr beliebt und verbreitet.
  • Wasserverbrauch: Der Wasserverbrauch ist ebenso wichtig wie der Stromverbrauch. Eine Maschine mit einem Fassungsvermögen von acht Kilogramm verbraucht pro Waschgang ungefähr 60 Liter Wasser. Gut sind Maschinen mit einem Sensor in der Trommel. Dieser misst die Beladung und richtet den Wasserverbrauch darauf aus. Eco-Sparprogramme dienen dazu, den Wasserverbrauch zu senken. Da sich die Waschzeit in dem Fall jedoch erhöht und somit mehr Strom verbraucht wird, hilft das Programm allerdings nicht beim Energiesparen.
  • Füllmenge: Die Füllmenge der Maschine sollte auf den Haushalt ausgelegt sein. Familien mit Kindern sollten eine Maschine mit einer größeren Trommel bevorzugen. Singlehaushalte können auf ein Fassungsvermögen von acht Kilogramm zurückgreifen, sofern der Wäscheschrank das Waschen in größeren Abständen erlaubt. Nur halb gefüllte Maschinen verbrauchen oft unnötig Energie.

Spezielle Fähigkeiten von Waschmaschinen

Längst können Waschmaschinen mit dem WLAN verbunden und somit von unterwegs aus gesteuert werden. Wer diese Funktion sucht, wird garantiert fündig. Auch praktisch sind Waschmaschinen mit einer Programmierung. Sie erlaubt es, die Wäsche nachts oder zu anderen festgelegten Zeiten zu waschen. Ein Überlaufschutz sowie der Aqua-Stop sind bei Waschmaschinen längst die Norm. Der Aqua-Stop muss nicht einmal mehr unbedingt im Schlauch integriert sein, da einige Hersteller die Sicherheitsfunktion schon in der Maschine einrichten.

Sehr nützlich sind Mengenautomatiken, wie sie bereits oben erwähnt wurden. Durch die sensorüberwachte Trommel lässt sich der Wasser- und Energieverbrauch deutlich reduzieren, da die Maschine genau ausrechnet, wie viel Wasser für diesen Waschgang benötigt wird. Sparprogramme, die den Strom- und Wasserverbrauch reduzieren, sind teilweise mit Skepsis zu betrachten. Insbesondere Eco-Programme fielen in Tests teilweise negativ auf, da sie die eingestellte Temperatur nicht erreichten. Das mag im Alltag kein großes Problem sein, doch Familien mit Kleinkindern möchten die Wäsche hinsichtlich der Bakterienbelastung gerne heiß waschen.

Was kostet eine gute Waschmaschine heute?

Die Preise von Waschmaschinen fangen teils bei 200 Euro an und können bis in die Tausende Euro gehen. Der konkrete Preis hängt von den Vorstellungen und Wünschen der Konsumenten ab. Wer nach einem günstigen Gerät sucht, sollte dennoch nicht ausschließlich auf den Preis schauen. Nicht selten sind die Anschaffungskosten zwar gering, doch da das Gerät eine geringere Umdrehungszahl beim Schleudern ermöglicht, keine Spar- oder Kurzprogramme besitzt oder ein schlechteres Energielabel hat, sind die Folgekosten wieder höher. Im Schnitt lässt sich jedoch sagen, dass eine gute Waschmaschine bereits zu einem Preis zwischen 350 und 600 Euro zu finden ist.
Selbstverständlich spielt auch die Art der Waschmaschine für den Preis eine Rolle. Wer nur wenig Platz zur Verfügung hat und nicht auf einen Waschraum zurückgreifen kann, könnte sich mit Topladern befassen. Die Geräte werden von oben befüllt und besitzen eine schmalere Bauweise als gewöhnliche Waschmaschinen. Allerdings sind die Kosten für Toplader oft leicht höher, als für Waschmaschinen mit einem Bullauge.

Überlegen, vergleichen und dann kaufen

Vor dem Kauf der neuen Waschmaschine stehen die Überlegungen, was überhaupt gebraucht wird, an vorderster Stelle. Die neue Waschmaschine sollte mehr bieten, als das nun alte oder defekte Modell, jedoch nicht überdimensioniert sein. Wer allgemein auf die Kosten achten möchte, kann durchaus auf Sonderprogramme oder Gimmicks verzichten – die WLAN-Anbindung muss nicht unbedingt vorhanden sein. Zudem hilft der Vergleich von Waschmaschinen und Herstellern, ein günstiges und zu den Ansprüchen passendes Modell zu finden.

Technische Händler: Orientierung an den Kundenbedürfnissen

Auch technische Händler stehen vor der Herausforderung, beim Einkauf von Geräten wie Waschmaschinen das geeignete Modell zu finden, um dieses dann an die Kunden weiterverkaufen zu können. Dabei ist eine Orientierung an den verschiedenen Bedürfnissen sinnvoll:

  • Die Waschmaschine sollte energieeffizient sein und einen geringen Wasserverbrauch aufweisen. Am besten geeignet sind Maschinen mit einem Sensor in der Trommel.
  • Standardprogramme wie Feinwäsche, Kochwäsche und Normalwäsche sollten vorhanden sein.
  • Mindestens 700 Umdrehungen sollten möglich sein.
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