altersvorsorge fuer paare

Altersarmut – Besonders Frauen sind betroffen

Siehst Du dem Älterwerden sorgefrei entgegen? Diese Frage beantwortete fast jede zweite Frau zwischen 30 und 59 Jahren negativ – so die Ergebnisse einer Befragung des Instituts für Demoskopie Allensbach im Jahr 2013. Mit diesen Befürchtungen haben viele Frauen zumeist auch Recht, denn ihre Rente fällt, im Vergleich zu ihren Ehepartnern, häufig merklich geringer aus.

Job und Familie – Zwei entscheidende Faktoren

Arm, alt, weiblich – eine Entwicklung, die sich in Deutschland zunehmend bemerkbar macht. Bei der Suche nach Gründen stößt man zunächst auf den Faktor Familie. Nicht selten tritt der Fall ein, dass Frauen nach der Hochzeit und dem ersten Kind gar nicht mehr ins Berufsleben zurückkehren. Sie unterstützen ihren Partner, kümmern sich um die Familie, reduzieren ihre Arbeitsstunden. Dadurch zahlen Frauen durchschnittlich zehn Jahre weniger in die Versicherungskassen ein. Und das macht sich selbstverständlich bei der Rentenhöhe bemerkbar.

Darüber hinaus sind Frauen häufiger im Niedriglohnsektor angestellt und verdienen merklich weniger als Männer. Auch dies führt natürlich zu geringeren Rentenansprüchen. So kann es passieren, dass Frauen, die über 20 Jahre gearbeitet haben, Kinder bekommen und den Haushalt geführt haben, mit einer Rente von circa 800 Euro pro Monat auskommen müssen. Viele Neurentnerinnen bekommen sogar lediglich 520 Euro monatlich. Sind die Frauen dann noch alleinstehend oder verwitwet, kann dies zu Armut im Alter führen.

Private Vorsorge – Anders geht es nicht

Um diesem Risiko entgegenzuwirken, sollten Frauen frühzeitig mit der privaten Altersvorsorge beginnen; die gesetzliche Rente kann nicht in jedem Fall vor Altersarmut schützen. Der Sozialverband VdK Deutschland rät daher dazu, sich zunächst einen Überblick über die zu erwartende Rente zu verschaffen. Eine Nachfrage bei der Deutschen Rentenversicherung reicht in diesem Fall aus: Sie kann Ihre voraussichtliche Rente kalkulieren. Liegen die Zahlen deiner Rentenansprüche vor, kannst Du aus einer Vielzahl an zusätzlichen Vorsorgemöglichkeiten auswählen. Es bieten sich zum Beispiel die Riester-Rente, eine Hinterbliebenenrente und ein Renten-Splittung mit dem Ehepartner an. Weitere Informationen zum Thema Altersvorsorge erhältst Du auch auf dem Infoportal von Swiss Life Select: Altersvorsorge-Hilft.de

Rentenreform – Mütterrente

Seit dem ersten Juli 2014 ist das Rentenpaket der Großen Koalition in Kraft getreten, unter anderem wurde die sogenannte Mütterrente eingeführt. Künftig werden Erziehungsleistungen bei Kindern, die vor 1992 geboren wurden, bei der Rente der Eltern stärker berücksichtigt; du erhältst jeweils ein zusätzliches Jahr an Kindererziehungszeit auf deinem Rentenkonto gutgeschrieben. Dies ist eine wichtige Entwicklung, die vor allem die Arbeit der Mütter rückwirkend anerkennt und honoriert. Trotzdem sollten Frauen auf keinen Fall vergessen, sich frühzeitig um eine private Altersvorsorge zu kümmern.

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