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Stadt oder Land – wo lebt man besser?

Seit Jahrzehnten ziehen viele Menschen aus ländlichen Gegenden in die Stadt. Besonders Menschen aus sehr dünn besiedelten Gebieten zieht es in die Städte, und zwar nicht nur in Großstädte. Auch kleine und mittlere Städte beobachten eine Zunahme der Bevölkerung. Arbeitsplätze, Kultur und Großstadtleben locken in die Stadt. Aber seit einigen Jahren macht sich auch ein gegenläufiger Trend bemerkbar. Die ländliche Idylle, Ruhe und Natur stehen wieder hoch im Kurs bei den Deutschen.

Momentan leben 23 Prozent der Bevölkerung auf dem Land, 32 Prozent leben in Vorstädte bzw. am Stadtrand. Die meisten Menschen leben in der Stadt, nämlich 44 Prozent, aber sind sie auch damit zufrieden? Und was sind überhaupt die Gründe für die Wahl des Wohnorts? Die Gründe für die Wahl des Wohnorts sind hauptsächlich die Erschwinglichkeit, die Nähe zum Arbeitsplatz und die Nähe zu Familie und Freunden. Eine Online-Umfrage beleuchtet die Wohnverhältnisse: Befragt wurden 810 Menschen im Alter von 19 bis 50 Jahren.

Zufriedener auf dem Land

Demnach sind Menschen, die in der Stadt leben, deutlich unzufriedener mit ihrer Wohnsituation: 40 Prozent würden lieber woanders wohnen. Von den Menschen in der Vorstadt wollen nur 32 Prozent woanders wohnen und von denen in ländlichen Gegenden sind nur 21 Prozent unzufrieden mit ihrem Wohnort. Je mehr Kinder im Haushalt leben, umso unzufriedener sind die Menschen mit dem Stadtleben: 68 Prozent aller Eltern würden gerne von der Stadt an den Stadtrand/Vorstadt ziehen. Und 69 Prozent von denen, die am Stadtrand/Vorstadt leben, wollen gerne aufs Land ziehen.

Mietwohnung oder eigenes Haus?

Da die Kosten für den Wohnraum aber kontinuierlich ansteigen, sind gerade Familien, die größere Wohnungen brauchen, eher mit ihrer Situation unzufrieden. Ein eigenes Haus kann sich in der Stadt kaum eine Familie leisten: Nur 22 Prozent wohnen im eigenen Haus, 4 Prozent wohnen in einem gemieteten Haus und die meisten Familien, nämlich 55 Prozent, wohnen in Mietwohnungen. Am Stadtrand/Vorstadt leben 38 Prozent im eigenen Haus und auf dem Land leben sogar 60 Prozent in einem eigenen Haus.

Arbeitsleben im Stadt-Land-Vergleich

Auf dem Land lässt sich eine stärkere klassische Rollenverteilung feststellen: Ein Elternteil arbeitet Teilzeit, einer arbeitet Vollzeit. Mehr als die Hälfte der Frauen, nämlich 54 Prozent, arbeiten in Teilzeit, während der Mann meistens Vollzeit arbeitet. In der Stadt arbeiten mehr als zwei Drittel aller Frauen, nämlich 72 Prozent, in Vollzeit. Am Stadtrand/Vorstadt liegt der Anteil der Vollzeit arbeitenden Frauen genau dazwischen: 59 Prozent arbeiten in Vollzeit und 41 Prozent in Teilzeit.

Grundbedürfnisse vom Wohnort unabhängig

Viele Wünsche der Eltern sind aber auch vom Wohnort unabhängig. Egal ob in der Stadt oder auf dem Land lebend gaben die Befragten an, dass sie gerne mehr Geld für die Zukunft ihrer Kinder sparen würden. Sie würden gerne mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen und sie fragen hauptsächlich Familienmitglieder, wenn sie Unterstützung in der Kinderbetreuung brauchen.

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