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Bananenschneider & Co

Ein Bekannter von mir ist berühmt für seine Kochkünste. Als er das erste Mal in unser Haus kam, führte ihn sein erster Weg direkt in die Küche. Ich glaube, deshalb sind wir schließlich nur bekannt und nicht befreundet. Über seine Maßstäbe diesbezüglich weiß ich zwar nicht Bescheid, aber er hat bestimmt für jeden Vorgang das richtige Messer. Deshalb habe ich ihn gefragt, ob er so etwas wie ein Wiegemesser zum Kräuterschneiden besitze. Ich wollte wissen, ob das einem passionierten Koch wirklich von Nutzen ist oder nur die Schublade  blockiert. Die einfache Antwort war: er komme mit sehr wenig Gerätschaften aus. Meistens braucht man für die Reinigung derselben viel länger als für die Handarbeit mit Brett und Messer. Das deckt sich mit meiner Erfahrung.

Ein weiterer Gradmesser der Nützlichkeit für mich: wie oft mach ich das überhaupt?
O.K., Ausstechformen für Weihnachtsgebäck brauch ich auch nur einmal im Jahr. Dafür landen sie für den Rest des Jahres auch in einer Blechdose im Keller.

Aber, wie oft pochiere ich Eier, um mir dafür extra eine Silikonform zuzulegen? Das geht doch auch in einer handelsüblichen Suppenkelle.

Für eine Handvoll Sardinen im Jahr lohnt sich die Ausgabe von 14 Euro für einen Filetierer nicht. Sollte ich öfter Sardinen selbst filetieren müssen, darf ich hoffen, dass einem da eine gewisse Fertigkeit erwächst. Meine Forellen esse ich ja auch ohne Gräten.

Für den jährlichen Halloween-Kürbis am Hauseingang kann man sich auch mit richtigem Werkzeug eindecken (knapp 13 Euro). Die Arbeit und die Sauerei bleiben aber die gleiche.

Wer über zu wenig Feinmotorik verfügt (weil er meist nur Fertigpizza aufbackt), sollte sich auch einen Pizzasoßenroller zulegen.  Dabei handelt es sich im Groben um eine Kreuzung zwischen Suppenkelle und Deo-Roller. Bei dieser Assoziation habe ich eigentlich schon gegessen.

Spezielle Buttermesser bringen mit der Handwärme im Griff die Butter zum Schmelzen. Meine sparsame Oma würde sich im Grab rumdrehen. Bei ihr stand der geschätzte Drei-Tages-Bedarf unter einem Keramikdeckel bei Raumtemperatur, wurde in der kurzen Zeit nicht ranzig und war immer streichfähig. Das funktioniert heute auch noch.

Noch so`n Gimmick: die Lasagne-Schaufel zum Mitbacken. Ich weiß nicht, wie lange wir schon selbstgemachte Lasagne essen. Irgendwie haben wir die Portionen immer auf den Teller bekommen  (O.K. das erste Stück sieht immer ein bisschen leidend aus).

In Zukunft werde ich daran denken müssen, auf dem Weg zum Erdbeer-Selberpflücken den Erdbeerstrunk-Zwicker mitzunehmen, falls ich mir während der Pflück-Arbeit ein paar Beeren nebenher gönnen möchte. Allein bei Amazon gibt es dafür mindestens sieben Varianten.  Ist der Strunk erstmal weg, kann man mit dem Erdbeerschneider (Eierschneider in Kleinformat und Herzform) mit einem einzigen Handgriff die ganze Erdbeere auf einmal ins Müsli schnippeln.
Toll.

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