Sonnenschutz

Sonnenschutz für Kopfhaut und Haare: 5 hilfreiche Tipps

Der Sommer ist da. Endlich. Und mit ihm lang ersehnte, warme Sommernächte, hohe Temperaturen und vor allem eins: Viel Sonne! So gern wir uns in der Sonne baden und ihr Vitamin D aufsaugen, so gut müssen wir uns auch schützen. Denn die UV-Strahlen der Sonne haben gravierende Auswirkungen auf unsere Gesundheit und wir sollten diese keinesfalls unterschätzen. Wie Sie sich im Sommer richtig schützen und warum besonders die Kopfhaut ein Extra an Pflege benötigt, erklären wir Ihnen hier.

Warum Sonnenschutz so wichtig ist

Unsere Haut vergisst nicht. Die UV-Strahlen, denen wir Zeit unseres Lebens ausgesetzt sind bzw. uns bewusst aussetzen, summieren sich. Laut Schätzungen der WHO erkranken jährlich zwei bis drei Millionen Menschen weltweit an weißem Hautkrebs. Gleichzeitig werden mehr als 250.000 neue Fälle von schwarzem Hautkrebs und damit verbundenen malignen Melanomen gezählt. UV-Strahlen gelten dabei als umweltbedingter Hauptrisikofaktor.

Eine Studie der Warren Alpert Medical School der Brown University hat ergeben, dass schon 5 schwerwiegende Sonnenbrände im Alter von 15 bis 20 Jahren dazu führen, dass das Risiko an Hautkrebs zu erkranken um ganze 80% steigt – verglichen mit jenen, die keinen solchen Sonnenbrand bis zu diesem Zeitpunkt hatten.

Wer gerne ins Solarium geht, sollte dieses Verhalten noch einmal überdenken. Regelmäßige Besuche auf der Sonnenbank vor Erreichen des 36. Lebensjahres verdoppeln das Risiko für schwarzen Hautkrebs.

Kopfhaut und Haare benötigen extra Schutz

Dermatologen empfehlen, sich speziell in den Sommermonaten täglich vor der Sonne zu schützen. Mittlerweile gibt es im Handel auch Tagescremen fürs Gesicht, die einen LSF von 25 aufweisen. Schnell und besonders oft vergessen werden beim Sonnenschutz allerdings Kopfhaut und Haare. Und das mit verheerenden Folgen.

Denn gerade die Haut auf dem Schädel ist sehr dünn und daher auch äußerst empfindlich. Nach ungeschützter Sonneneinstrahlung kommt es zu Rötungen und Reizungen, die unangenehm spannen und Schmerzen verursachen. Langfristig unzureichender Schutz kann zur Austrocknung der oberen Hautschichten führen, die die Nährstoffzufuhr zu den Haarfollikeln mindert und im schlimmsten Fall Haarausfall zur Folge hat.

Doch auch die Haare selbst sollten ausgiebig geschützt werden. Werden sie der UV-Strahlung ausgesetzt, dringt diese bis ins Haarinnere vor und produziert dort freie Radikale. Dadurch werden die haareigenen Farbpigmente angegriffen. Das Ergebnis: der typische Bleicheffekt, unsere Haare werden heller. An diesem Effekt mögen so einige Gefallen finden, allerdings wird gleichzeitig die Keratinstruktur geschwächt. Die Folge: brüchige Haare ohne Sprungkraft oder Glanz.

Tipps & Tricks für einen erholsamen Sommer

Damit Sie den Sommer richtig genießen können, haben wir ein paar Tipps für Sie gesammelt:

Verwenden Sie die richtigen Produkte
Sowohl für den Schutz als auch für die Pflege sollten Sie auf professionelle Haarpflegeprodukte setzen. Spezielle Shampoos und Pflegespülungen für den Sommer beinhalten pflegende Öle oder wirken sich kühlend auf die sonnenstrapazierten Haare aus. Eigene Sonnensprays für die Haare hinterlassen keinen fettigen oder weißen Film und lassen sich einfach auf die Haarpracht sprühen. Der LSF sollte dabei möglichst hoch gewählt werden.

Masken mit Cooling-Effekt eignen sich ideal als Entspannungskur für die Haare nach einem langen Tag am See oder Meer. Bei empfindlichen, dünnen Haarspitzen empfehlen sich Haarspitzenfluids, die vor Austrocknung schützen, ohne die Haare zu fetten. Zusätzlich sollten Produkte gewählt werden, die Inhaltsstoffe wie Keratin, Panthenol, Aloe Vera oder Minze enthalten.

Meiden Sie die Mittagssonne
In der Zeit zwischen 11 und 15 Uhr ist die UV-Strahlung der Sonne am stärksten. Daher sollten Sie die Sonnenstrahlen während dieser Zeitspanne so gut es geht meiden.

Trinken Sie genug
Ein ausgewogener Wasserhaushalt hat Vorteile für alle Teile des Körpers. An heißen Tagen sollten Sie mindestens 2-3 Liter Flüssigkeit zu sich nehmen. Am Besten in Form von Wasser oder ungesüßten Tees, da sich hinter zuckerhaltigen Getränken echte Kalorienbomben verstecken.

Ausreichende Wasserzufuhr unterstützt das natürliche Haarwachstum und ist darüber hinaus gut für die Haut – inklusive Kopfhaut.

Gute Kopfbedeckung wählen
Falls Sie sich doch in die Sonne begeben müssen, gilt es den Kopf passend zu schützen. Löchrige Strohhüte und dünne Schals lassen dabei jedoch einen Großteil der UV-Strahlen durch und sind daher nicht zu empfehlen.

Greifen Sie stattdessen zu dunklen Kappen und Hüten und achten Sie auf eine UV-400 Kennzeichnung – vor allem beim Kauf von Sonnenbrillen. Diese versichert Ihnen den Schutz vor jeglichen UV-Strahlen der Kategorie A, B und C.

Verwenden Sie Sonnenschutz – und zwar richtig
Sonnenschutz benötigt ungefähr 30 Minuten bevor er seine volle Wirkung entfaltet. Zudem wird der angeschriebene Lichtschutzfaktor nur dann erreicht, wenn genug von dem Produkt verwendet wird. Das bedeutet, dass Sie sich früh genug mit ausreichender Menge einschmieren sollten. Die Haare sollten deshalb mindestens 2 Mal mit Sonnensprays behandelt werden, um einen angemessenen Schutz zu gewährleisten.

Achtung: Bereits gebräunte Haut bietet kaum bis keinen zusätzlichen Schutz. Beim Hauttyp I-III kann ein natürlicher LSF von 1,5 erreicht werden, bei Hauttyp IV maximal LSF 2. Das ist bei weitem nicht genug, um Ihre Haut und Ihre Haare zu schützen, weshalb Sie niemals auf Sonnencremes oder -sprays verzichten sollten.

Fazit: Gut geschützt in den Sommer

Damit der Sommer voll ausgelebt werden kann und man nicht mit Schmerzen und Sonnenbrand zuhause sitzen muss, sollte man sich gut um seinen Körper kümmern. Sonnenschutz und eine passende Pflege ist dabei für Kopfhaut und Haare genauso wichtig, wie für den Körper und das Gesicht.

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