Ein kleines Mädchen atmet frei auf einer Wiese

Asthma – So lassen sich die Symptome verringern

Atmen ist überlebenswichtig, keine Frage. Die Zellen in Eurem Körper brauchen Sauerstoff, um zu wachsen und arbeiten zu können. Das ist auch der Grund, warum Du rund 25.000-mal während eines normalen Tages atmest. Sollte irgendetwas diesen Prozess stören oder beeinflussen -wie zum Beispiel Asthma- wirkt sich das vielfältig auf Deine Gesundheit und Lebensqualität aus.

Was ist Asthma?

Das Wort Asthma kommt aus dem Griechischen und bedeutet übersetzt “Beklemmung”. Dabei handelt es sich um eine chronische, anfallsartig auftretende Entzündung der Atemwege. Sie geht mit einer erhöhten Sensibilität der Bronchien gegenüber verschiedenen Reizen einher – der sogenannten Hyperreagibilität.

Typische auftretende Beschwerden beim Asthma sind Husten, pfeifendes Atmen, Kurzatmigkeit, Luftnot und ein Gefühl der Enge in der Brust. Diese Symptome treten meist nachts oder in den frühen Morgenstunden auf. Die gute Nachricht: Asthma lässt sich mit Medikamenten meist gut behandeln.

Die Ursachen von Asthma

Zwei Faktoren kommen bei Asthma zusammen: Zum einen eine Veranlagung, die die entzündeten Bronchien sehr empfindlich auf bestimmte Reize reagieren lässt, und zum anderen einen oder mehrere externe Auslöser. Das können Infekte der Atemwege, Allergene, Folgen der Luftverschmutzung oder sogar nur kalte Luft sein.
Das ruft dann die für Asthma typischen Husten- und Atemnotfälle hervor.

Folgen sind Schwellung der Schleimhaut, eine erhöhte Produktion von Sekret und Schleim in den Bronchien sowie eine Verkrampfung der Bronchialmuskulatur. Das Atmen wird erschwert. Bleibt bei jedem Atemzug dann sogar etwas mehr Luft in den Lungen als normal, dann spricht man in diesen schweren Fällen von Überblähung.

Neben Allergen und Veranlagung spielt der Verschmutzungsgrad der Luft eine Rolle. Kleine Partikel in der Luft können durch Nase oder Mund in die Deine Lunge gelangen. Luftgetragene Partikel, die in Dunst, Rauch und Staub in der Luft vorkommen, stellen ein ernsthaftes Problem für die Luftqualität dar und können Asthma auslösen.

Eine langfristige als auch kurzfristige Exposition kann zu Gesundheitsproblemen wie einer reduzierten Lungenfunktion und mehr Asthmaanfällen führen.

Was hilft?

Jeder Mensch hat ein anderes Asthma. Wenn Dein Asthma gut behandelt wird und Du nur selten Symptome hast, kannst Du natürlich viel besser mit den Auswirkungen umgehen.

Zwar ist Asthma nicht heilbar, aber mit den entsprechenden Medikamenten lässt sich diese Krankheit gut kontrollieren. Bei einer optimalen Therapie wird die körperliche Leistungsfähigkeit normalerweise voll erhalten.

Die Behandlung von Asthma stützt sich auf mehrere Komponenten:

● Die Einnahme von Medikamenten, wie zum Beispiel Berodual N zur Inhalation. Das Dosieraerosol enthält die Wirkstoffe Ipratropiumbromid und Fenoterolhydrobromid, in Kombination als Reliever, um die Beschwerden zu lindern und die Asthmaanfälle in den Griff zu bekommen

● Soweit es geht die Vermeidung jeglicher Auslöser und eine eventuelle Desensibilisierung

● Wenn nötig, weitere und ergänzende Maßnahmen

● Entsprechende Schulung des Erkrankten

● Eine permanente Kontrolle des Asthmas durch den Arzt (und auch durch den Patienten)

Viele Menschen wenden auch spezielle Atemtechniken an, um mit Asthmaanfällen besser umzugehen. Eine gute Idee ist es, bestimmte Auslöser zu vermeiden und sich regelmäßig zu bewegen.

Wer raucht, sollte sich diese Sucht so schnell wie möglich abgewöhnen. Ein Rauchstopp wirkt sich positiv auf den Verlauf der Erkrankung aus und lindert Deine Beschwerden, oft schon innerhalb weniger Tage des Verzichts.

Auch „alternative“ Behandlungsmethoden wie pflanzliche Heilmittel oder Akupunktur werden an Asthma erkrankten Menschen gerne ausprobiert. Doch nach wie vor fehlen wissenschaftliche Beweise, die zeigen, dass diese Methoden auch tatsächlich funktionieren.

Fazit

Asthma ist eine Krankheit, die heutzutage bei einer bestimmten Lebensweise und bei der Einnahme bestimmter Arzneien gut in den Griff zu bekommen ist. Aber wie für alle chronisch Kranken ist es auch für Asthmapatienten sinnvoll, regelmäßig Rücksprache mit dem Arzt zu halten.

So kann sichergestellt werden, dass Nebenwirkungen frühzeitig erkannt oder rechtzeitig verhindert werden können.

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