Feuerwerk

Silvesterböller – schön aber schädlich

Ein Silvester ohne die traditionellen bunten, lauten Silvesterböller am Himmel? Kaum vorstellbar. Jedes Jahr an Silvester wird das neue Jahr ordentlich gefeiert und bunt begrüßt. Doch was das für Folgen gerade für unsere Umwelt hat wissen die meisten nicht. Im Sinne des Umweltschutzes bittet das Umweltbundesamt (UBA) diesen Brauch zu verringern oder ganz einzustellen.

Besonders an Silvester ist die Freisetzung von Feinstaub durch den Feuerwerksqualm besonders hoch. Messstationen zufolge kam es schon mal vor, dass am 01. Januar kurz nach Mitternacht 1.000 Milligramm pro Kubikmeter gemessen wurden. Insgesamt verursachen die Silvesterböller rund 4.500 Tonnen Feinstaub. Eindeutig zu viel für ein paar Minuten bunten Himmel.

Nicht nur die Umwelt leidet unter diesen unüberschaubaren Mengen an Feinstaub, sondern auch die Gesundheit. Ein Aspekt, welcher Teilen der Bevölkerung ebenfalls nicht bewusst sein mag. Vor allem für Menschen mit Vorerkrankungen – zum Beispiel in der Lunge – sind diese Mengen besonders kritisch. Je kleiner die Feinstaubpartikel sind, desto weiter können sie in den Körper eindringen. Es kann sogar dazu führen, dass sie in den Blutkreislauf kommen.

Aus diesen Gründen entscheiden sich immer mehr Großstädte und Kommunen dazu, ein Böllerverbot zu verordnen. Bereits in diesem Jahr hat das Umweltbundesamt in einigen Innenstädten ein Böllerverbot verordnet.

Es gibt viele schöne andere Alternativen, zum Beispiel gemeinnützige Initiativen wie „Brot statt Böller“ oder „Wasser statt Böller“. Ansonsten hilft die eigene Kreativität: mit selbstgebastelten Krachmachern beispielsweise haben Kindern mindestens genau so viel Spaß, ganz ohne Dreck und Feinstaubbelastung.

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