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Orkan oder Tornado – was ist der Unterschied?

Der Herbst ist da und mit ihm die Herbststürme. Aber ist es nun starker Wind oder ist es schon ein Sturm oder gar ein Tornado? Und wie entstehen diese extremen Wetterverhältnisse überhaupt?

Wind – bewegte Luft

Besteht an verschiedenen Orten eine Temperaturdifferenz, dann bewirkt das auch einen Unterschied im Luftdruck. Die Luft weicht dem höheren Druck aus und bewegt sich zu dem Ort mit dem niedrigeren Druck. Diese Luftbewegung nehmen wir als Wind wahr. Wind ist also nichts anderes als bewegte Luft.

Sturm – Wind mit hoher Geschwindigkeit

Ob man nun Wind sagt oder Sturm, hängt nur von seiner Geschwindigkeit ab. Die Windgeschwindigkeiten kann man in Stundenkilometern angeben oder aber in der Beaufortskala. Das war ein britischer Wissenschaftler namens Sir Francis Beaufort. Auf dieser Skala hat Wind mit einer Geschwindigkeit von sieben bis 13 Stundenkilometern zwei Beaufort und entspricht einer leichten Brise. Ab 9 Beaufort, also etwa 75 bis 89 Stundenkilometern, spricht man Sturm. Von einem schweren Sturm spricht man ab 10 Beaufort (89 bis 104 Stundenkilometern) und von einem orkanartigen Sturm spricht man bei mehr als 12 Beaufort (118 Stundenkilometern). Bei mehr als 12 Beaufort spricht man von einem Orkan.

Besonders starke Stürme – besondere Namen

Besonders starke Stürme haben spezielle Bezeichnungen, je nachdem in welcher Region sie auftreten. Tropische Stürme entstehen über dem Meer und können die anliegenden Küstenregionen verwüsten. Es sind besonders starke Wirbelstürme, die ihre Energie aus der Wärme des Wassers beziehen und von Juni bis November Saison haben.
Entsteht so ein Wirbelsturm über dem Atlantik, östlich der Westindischen Inseln und in der Karibik, dann nennt man ihn Hurrikan.
Im nordwestlichen Teil des Pazifischen Ozeans und in Asien heißt er Taifun.
Im Indischen Ozean südlich des Äquators, im Südpazifik und im Golf von Bengalen nennt man den Wirbelsturm Zyklon.
In Nordamerika spricht man hauptsächlich vom Tornado.
Ein Tornado hat eine annähernd senkrechte Drehachse und kann auch über Land entstehen. Hier hat man besonders extreme Windgeschwindigkeiten von 400 Stundenkilometern beobachtet. Da es sich um kleinräumige Luftwirbel handelt, entfalten sie lokal eine gewaltige Zerstörungskraft, die allerdings nur eine eng begrenzte Verwüstungsspur von wenigen 100 Metern Breite hinterlassen.

 

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