Wildwechsel

Achtung – Tierische Gefahren

Eine große Gefahr stellen Wildtiere zur Herbst- und Winterzeit dar. Morgens ist es noch lange dunkel und abends setzt früher die Dämmerung ein.

In diesem Dämmerlicht kommt es besonders zu dieser Jahreszeit zu vermehrten Zusammenstößen mit Auto und Tier. So etwas passiert schneller, als man gucken und teilweise sogar reagieren kann. Plötzlich springt ein Reh auf die Straße. Vielleicht hat der Autofahrer das Wild schon aus der Ferne gesichtet und kann dementsprechend frühzeitig vom Gas runter gehen. Nicht immer geht das gut.

Gefährliche Jahreszeit

Besonders von Oktober bis Dezember und im April und Mai besteht ein erhöhtes Risiko auf einen unangenehmen Zusammenstoß. 2018 hat der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) rund 268.000 Wildunfälle registriert. Eine ganz schöne Menge. Analysen ergeben, dass im Oktober am meisten Rehe, Hirsche und Wildschweine sterben.
Deswegen sollte man besonders zu diesen Stichzeiten aufmerksam fahren. Jedoch ist nicht nur in diesen Monaten Vorsicht geboten. Genrell ist es so, dass man ab Einbruch der Dämmerung vorsichtiger fahren sollte – egal, ob Frühling, Sommer oder Herbst.

Warnhinweise beachten!

In der Nähe von Waldgebieten stehen häufig Warnschilder vor Wildwechsel. Diese sollten in jedem Fall  beachtet und die Fahrweise dementsprechend angepasst werden.
Kommt es zu der unangenehmen Situation dass Wild die Straße überquert sollten Sie versuchen, dieses durch Hupen zu verscheuchen. Gar nicht so einfach, da die Tiere in eine Art Schockstarre fallen, wenn Sie grelles Licht blendet.

Richtiges Verhalten bei einem Crash

Ein Zusammenstoß kann nicht nur für das Tier dramatische Folgen haben. Wenn ein Auto mit Geschwindigkeit auf ein Reh oder einen Hirsch zufährt und das Tier nicht mehr entwischen kann, wirkt eine Kraft von mehreren Tonnen auf die Karosserie des Wagens. Die richtige Reaktion wäre in solchen Fällen, dass Lenkrad festzuhalten und stark zu bremsen. Bloß nicht das Lenkrad verreißen. Ein Zusammenstoß mit dem Gegenverkehr oder ein Baumaufprall sind in vielen Fällen deutlich gefährlicher.

Kommt es zu einem Wildunfall, sind folgende Regeln zu befolgen:

  • Warnblinkanlage einschalten, Warnweste anziehen und Unfallstelle absichern. Das gilt auch, wenn das Tier verletzt geflüchtet ist. Ganz wichtig: Ruhe bewahren!
  • Sind Personen verletzt: 112 wählen
  • Auch ohne Verletzte muss immer die Polizei unter der Rufnummer 110 verständigt werden. Gebt immer möglichst genau Euren Standort durch. In vielen Bundesländern muss bei einem Wildunfall zusätzlich noch ein Jäger informiert werden. Lasst Euch von diesem eine Wildschadenbescheinigung aushändigen.
  • Wenn möglich, das tote Tier an den Randstreifen ziehen, damit keine Folgeunfälle passieren. Wegen eventueller Tollwutgefahr aber nur mit Handschuhen anfassen!
  • Verletzte Tiere nicht anfassen, da sie sich wehren könnten.
  • Wartet am Unfallort, bzw. in sicherer Entfernung bis Polizei oder Jäger da sind.
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