Homeoffice Situation

Homeoffice- Das Richtige für mich?

Gerade in diesen Zeiten ist das Thema Homeoffice wohl eines der umstrittensten.
Ob man nun begeistert ist oder nicht, die meisten wird es wohl trotzdem zumindest für einen kurzen Zeitraum treffen.

Ich war selbst für eineinhalb Wochen im Homeoffice und ich bin immer noch geteilter Meinung. Ich denke, es gibt unterschiedliche Ansichten, jeder denkt anders über dieses Thema. Vor allem da jeder Mensch unterschiedliche Arbeitsweisen und -aufträge hat. Es gibt keine festgelegte Lösung, die für jedermann zutrifft. Deshalb nehme ich Bezug auf meine eigenen Erfahrungen und Schlussfolgerungen.

Vorteile sind die Zeiteinteilung, die man sich selbst noch etwas flexibler setzen kann und dass ich Zuhause bin. Zuhause sein ist einfach schön, dort fühle ich mich am wohlsten. Doch auch im schönsten Zuhause wird es schwer sich von der Arbeit loszulösen, wenn der Wohnraum und der Arbeitsplatz plötzlich eins werden. Klar liebe ich was ich tue, aber ich freue mich trotzdem in meinem privaten Umfeld abschalten zu können. Ich denke, dies fällt einfach deutlich schwerer, wenn Arbeitsplatz und Lebensraum unter einem Dach liegen, denn du wirst oft dazu verleitet Überstunden zu machen. Für den Arbeitgeber gut, aber für die eigene Work-Life-Balance kann es sich auf Dauer negativ auswirken. Man wird müde und ausgelaugt. Noch eben dies machen und dann noch das. Der Arbeitsplatz ist nur ein paar Schritte entfernt. Und zack sitze ich mal gern zwei Stunden länger am Arbeitsplatz. Die Zeit, die einem mit einem Buch in der Hand oder ein bisschen Bewegung vielleicht doch besser getan hätten.

Eine flexiblere Arbeitsumgebung mag im ersten Anschein auch einen großen Vorteil bieten, doch auch dafür muss man einfach der Typ sein. Jemand der sich schnell ablenken lässt, ist Zuhause vielleicht nicht so gut aufgehoben. Sich einfach hinsetzen, konzentriert zu bleiben und nicht von den anderen Personen im Haushalt ablenken lassen, ist nicht so einfach und dann kommt natürlich noch die Technik hinzu. Sei es der Fernseher, das Radio oder das eigene Mobilgerät. In einem Augenblick wird noch etwas für den Kunden auf den sozialen Netzwerken geteilt, dann wird eigentlich nur kurz zum eigenen Profil geswitcht und schon erwischt man sich dabei durch seinen eigenen Feed zu scrollen. Wer kennt das nicht?

Die Deadlines im Griff halten, der Umgang mit provisorischer Technik im Homeoffice, aber vor allem die Kommunikation muss geübt werden. Ganz einfache Sachen, die sonst mal eben auf Zuruf funktionieren, bedürfen im Homeoffice immer ein Telefonat oder eine E-Mail. Ganz schön nervig! Außerdem fehlt auch allgemein der Kontakt zu den Kollegen. Die Arbeitsatmosphäre ist eine andere, wenn die Kollegen um einen herum sind. Wenn man, wie ich, seine Kollegen mag, fehlt vor allem das zwischenmenschliche Zusammensein. Dinge wie sich doch mal eben nett zwei Minuten über das Wochenende austauschen, sich zusammen einen Tee zu kochen oder die Pause zusammen zu verbringen, sind im Homeoffice nicht möglich.

Viele schwärmen davon sich durch die Arbeit von Zuhause die Fahrtkosten zu sparen, doch im Vergleich dazu, sollte man auch immer sehen, dass die eigenen Stromkosten steigen.

Der einzige Vorteil des fehlenden Arbeitsweges ist die Zeit, die man einspart. Die Fahrzeit fällt komplett weg, man kann sogar einfach aus dem Bett, unter die Dusche, an den Schreibtisch hüpfen. Abends ist man direkt daheim.

Alles in allem, ist Homeoffice in meinen Augen gerade jetzt ein wichtiges Instrument, um Firmen am laufen zu halten und trotzdem Kontakte einzuschränken. Auf längere Sicht würde ich Homeoffice für mich persönlich allerdings nicht als Dauerlösung ansehen.

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