Elektroroller

Roller fahren – fast geräuschlos

Waren die elektrisch angetriebenen Roller bisher meist aus asiatischer Produktion, erfreut in diesem Jahr die Vespa Elettrica all jene traditionellen Rollerfans, die schon lange auf eine elektrische Version ihrer Lieblingsmarke warten. Mit einer Ladung soll man bis zu 100 Kilometer weit kommen. Der Motor mit 4 kW/5,4 PS erreicht dabei 45 Sachen pro Stunde. Dafür reicht der Pkw-Führerschein. Zum Aufladen lässt sich die Batterie, anders als bei vielen asiatischen Modellen, nicht herausnehmen. Knapp 6400 Euro kostet die Öko-Version des Klassikers. Dieser erscheint dafür in einer neuen Ausgabe auf dem Markt. Die GTS 300 Super 2019 mit 17,5 kW/24 PS drängt an die Spitze der Rollerverkäufe in Deutschland. Immerhin lag sie im letzten Jahr mit 5722 verkauften Einheiten auf dem zweiten Platz aller verkauften Zweiräder, direkt hinter einem Motorrad, der BMW R 1200 GS. Die neue Version hat den Verbrauch um 0,2 Liter auf 3,2 Liter gesenkt, dafür ist der Preis um 300 Euro auf 6290 Euro geklettert.

Yamaha X-Max

Auch in der X-Max-Familie von Yamaha tut sich was. X-Max 300 und 400 haben in der Iron Max-Version eine spezielle Sitzbank samt Rückenstütze verpasst bekommen. Im Unterschied zu den Serienmodellen tun sich die Sonderausgaben mit Alu-Fußrasten und Leder-Applikationen am Cockpit hervor. Für 6.195 Euro gibt’s die 300er-Version. Legt man noch einen Tausender drauf, reicht´s für den Iron Max 400.

Honda Premium-Scooter

Die neuen Modelle von Honda machen auch was her. Die Forza-Reihe 125 bzw. 300, sowie die SH-Familie von 125i bis 300i wurden überarbeitet. Schwarze und silberne Frontpartien und Fußraum-Seitenteile werteten die Premium-Anmutung des Scooters mit praxisgerechtem Durchstieg auf, so Honda-Sprecher Erik Mertens. Der Preis für die starke Version mit 18 kW/25 PS liegt bei 5875 Euro.  Die 125er mit 7kw/10 PS gibt es für 500 Euro weniger.

Zukunftsweisend setzt Honda auch auf Strom: in Japan fährt der PCX als reiner Elektroroller oder mit Hybrid als Pilotprojekt über die Straßen, weiß Mertens. Wann es in Europa so weit sein soll, ist nicht bekannt.

E-Roller von BMW

BMW hält am E-Roller C-Evolution fest. Die urbane Mobilität im Blick, sollen die kommenden Produkte hauptsächlich elektrisch werden wie der Tretroller X2City. Bewährtes in neuer Form präsentiert sich mit dem C 400 GT mit Wind- und Wetterschutz ab 7800 Euro, oder die sportliche Schwester C 400 X ab 6800 Euro.

Auch bei den Kleinen ist was los!

In der Klasse bis 50 ccm ist auf dem Markt einiges geboten. Peugeot, Kymco, Zündapp und Aprilia haben einiges zu bieten. Peugeot sogar zwei Neuheiten, jeweils in der oberen und unteren Preisebene. Da wäre die Kisbee-Familie mit drei Versionen, preislich zwischen 1699 und 1799 Euro. Den schicken Django 50 4T gibt’s dagegen erst ab 2599 Euro. Bewegt werden alle von einem Einzylinder-Viertakter. Seine 2,7 kW/3,6 PS verbrauchen 2,1 Liter auf 100 Kilometer.

Kymco tut sich sogar mit fünf neuen Modellen hervor. Davon stammen drei aus der Agility-Familie und kosten zwischen 1649 und 2199 Euro.

Newcomer steigen mit dem Luxxon Eco 50 mit 1199 Euro sehr günstig ein.

Von vielen Modellen gibt es auch eine gedrosselte Version, oft sogar elektrisch, für Greenhorns.

Vespa Elettrica ist nicht der einzige Kultroller mit Stromversorgung. Schon seit 2017 schnurrt die Schwalbe elektrisch angetrieben. Im Juni und Juli sollen noch zwei neue Elektrovarianten dazukommen, so Daniele Cesca vom Schwalbe-Hersteller Govecs.

 

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