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Wie deine Kinder von zu Hause aus Klavier spielen lernen können

Ein echter Klassiker unter den “Erstinstrumenten” für Kinder ist das Klavier – und das nicht ohne Grund! Im Gegensatz zu beispielsweise einem Schlagzeug ist es sehr angenehm zum Zuhören –selbst, wenn ein Anfänger darauf übt. Es ist komfortabel zu spielen und die Grundlagen sind leicht zu erlernen. Der schnelle Fortschritt sorgt für echte Motivationsschübe und doppelten Lernspaß.

Hinzu kommt, dass ein Kind mit dem Klavierspiel auch gleichzeitig den gesamten Tonumfang eines gesamten Orchesters erlernt und somit tolle Grundlagen für ein nachhaltiges musikalisches Verständnis geschaffen werden. Und damit nicht genug: Durch Klavierunterricht werden gleichzeitig auch die Gedächtnis-, Mathematik-, die kreativen sowie die Lese- und Verständnisfähigkeiten deines Kindes spielend geschult.

Einfach ausgedrückt: Durch Klavierspielen lernt dein Kind, sein Gehirn, seine körperliche Koordination und seine Kreativität aktiv zu nutzen.

Musikunterricht in den eigenen vier Wänden? Ja, das geht!

Leider gehören Klaviere auch zu den besonders teuren Instrumenten, die sich nicht mal eben so anschaffen lassen. Vor allem, wenn es um erste Versuche geht, macht es nur wenig Sinn, sofort in ein echtes Klavier zu investieren. Auch der Unterricht in einer Musikschule ist nicht gerade erschwinglich und kann in Pandemiezeiten zusätzlich auch noch ein Infektionsrisiko darstellen.

Glücklicherweise können deine Kinder heutzutage auch von Zuhause aus spielend ihre ersten Versuche auf dem Klavier machen. Und das Beste: Um dein Kind anzuleiten und zu motivieren, musst du selber kein Klavierspieler oder -lehrer sein. Alles, was ihr dafür braucht, ist ein Internetanschluss und ein online Keyboard, Tablet oder Smartphone – und schon kann losgeklimpert werden!

Gemeinsam die ersten Schritte gehen

Obwohl einige Kinder eine natürliche musikalische Begabung haben, kann so gut wie jeder mit ein wenig Übung gut spielen und Spaß dabei haben. Wenn dein Kind bereits von sich aus Interesse an Musik und dem Spielen eines Instruments zeigt, ist das ein toller Anfang und der erste Schritt getan.

Doch auch der Ansatz der Eltern hat einen großen Einfluss auf die Motivation, die ein Kind für den Lernprozess entwickelt. Es ist wichtig, dein Kind zu ermutigen und Spaß mit dem Instrument zu haben. Zum Beispiel durch Lernspiele, oder das Spielen vertrauter Lieder, die deinem Kind besonders Spaß machen werden.

Wie lange und wie viel sollte mein Kind täglich üben?

Es gibt Studien, die vermuten lassen, dass die Aufmerksamkeitsspanne eines Kindes seinem Alter plus „1“ in Minuten entspricht. Demnach hätte ein Vierjähriger eine 5-minütige Aufmerksamkeitsspanne, bevor er sich nach einer anderen Beschäftigung umsieht.

Bei sehr jungen Kindern sollten der Unterricht oder die Übungseinheiten also nur so lange dauern, wie seine Aufmerksamkeit natürlich aufrecht erhalten bleiben kann. Das kann so kurz wie fünf Mi-nuten und selten länger als 15 Minuten sein. Mit etwas Übung und interessanten Lernmethoden könnten später auch Einheiten von ungefähr 30 Minuten möglich werden – je nach Alter und Motivation deines Kindes.

Spielen(d) lernen: So begleitest du dein Kind bei seinem Lernprozess

Bis dein Kind über sechs Jahre alt ist, wird es kaum eigenständig üben können. Während ein Erwachsener sieben bis neun Elemente gleichzeitig in seinem Kurzzeitgedächtnis speichern kann, sind es bei Kleinkindern nur zwei bis drei. Achte darauf, dein Kind nicht zu überlasten, um keine Frustration (auf beiden Seiten) zu verursachen. Für sehr kleine Kinder gibt es mittlerweile einige tolle Lernspiele, die das Kind mit dem Instrument und dem Konzept von Noten vertraut machen.

Je älter dein Kind ist, desto besser können online Klavier Apps wie Skoove dabei helfen, dass dein Kind ein musikalisches Gehör und Intuition entwickelt, während es Schritt für Schritt die Grundlagen des Klaviers lernt.

Hier findest du noch weitere Ideen, wie du es zum Lernen ermutigen und bei seinem Prozess begleiten kannst:

  • Das spielerische Experimentieren ist extrem wichtig, damit dein Kind Vertrautheit und eine persönliche Verbindung mit dem Instrument entwickeln kann. Ermutige dein Kind beispielsweise durch Geschichtenerzählen und kleine Spiele dazu, mit dem Klavier herumzuspielen. Wenn sein Interesse von einer bestimmten Sache geweckt wird, sprecht ausführlicher darüber. Das könnten z.B. Themen wie die schwarzen Noten in Zweier- und Dreiergruppen, und die melodie-bildenden weißen Noten für C, D, E, F, G, A, B, C sein.
  • Auf einem Klavier gibt es 88 Tasten – das kann anfangs einschüchternd sein. Erkläre deinem Kind, dass die Tasten jeweils einen Buchstaben (Namen) haben und dass sie in Familien (Oktaven) strukturiert sind. Fangt am besten erstmal nur mit einer Familie an, beispielsweise mit der Oktave um das mittlere C.
  • Wichtig: Regelmäßige Übungseinheiten sind nur dann sinnvoll, wenn dein Kind motiviert ist und Spaß dabei hat. Sträubt es sich stattdessen nach einiger Zeit gegen das Üben, versucht gemeinsam herauszufinden, ob ihr eine andere, geeignetere Lernmethode finden könnt. Überlegt gemeinsam, welche Teile des Übens am angenehmsten sind und versucht auf diese Dinge den Fokus in den nächsten Einheiten zu legen.

Auf diese Weise wird das Üben zuhause schon bald zu einer angenehmen Gewohnheit und ihr beide verbringt echte Quality Time zusammen. Viel Spaß!

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