Rechnung und Mahnung: Das musst du wissen

Ein Blick in den Briefkasten und die Rechnungen flattern ins Haus. Wenn du eine davon nicht rechtzeitig begleichst, wird daraus ganz schnell eine Mahnung. Aber was genau bedeutet das eigentlich? Und was musst du noch wissen?

Bis zu welchem Zeitpunkt musst du eine Rechnung bezahlen?

Laut dem Bundesgesetzbuch musst du eine Rechnung umgehend bezahlen. Innerhalb von 30 Tagen nach dem fest gesetzten Fälligkeitsdatum muss sie auf jeden Fall beglichen werden, sonst gerätst du in Verzug. Die gesetzliche Zahlungsfrist spielt nur dann keine Rolle, wenn zwischen dir als Käufer und dem Verkäufer ein Zahlungsziel vereinbart wurde, zum Beispiel „Zahlbar innerhalb von 14 Tagen“.

Musst du die Rechnung bezahlen, obwohl du mit der Ware unzufrieden bist?

Ein Recht auf Umtausch oder eine Garantie ist rechtlich nicht vorgesehen, sondern bloß Leistungen, die ein Verkäufer aus Kulanz gewährt.
Es gibt allerdings die gesetzliche Sachmängelhaftung. Sie gilt, wenn ein gekauftes Produkt einen Fehler hat oder eine beschriebene Eigenschaft nicht besitzt. Wenn du von der Sachmängelhaftung Gebrauch machen möchtest, gibt es zwei Wege: Entweder du verlangst eine Nacherfüllung, das heißt du bekommst eine Ersatzlieferung oder Reparatur der Ware. Wenn die Nachlieferung nicht möglich ist oder nicht innerhalb einer gesetzten Frist erfolgt, kannst du eine Kaufpreisminderung fordern oder sogar ganz vom Kaufvertrag zurück treten.

Was passiert, wenn du vergisst eine Rechnung zu zahlen?

Wenn du die Bezahlung einer Rechnung vergisst und in Verzug gerätst, musst du mit einer Mahnung rechnen. Es gibt zwar keine gesetzlich vorgeschriebenen Mahnstufen, aber eine gewisse Reihenfolge, die sich manifestiert hat. Am Anfang steht eine freundliche Zahlungserinnerung, in der du noch einmal auf die Rechnung aufmerksam gemacht wirst. Bezahlst du auch dann nicht, folgt eine erste Mahnung, die bereits mit Mahnkosten verbunden ist. Diese erhöhen sich mit der zweiten und der dritten, letzten Mahnung weiter. Die letzte Mahnung kündigt meist auch ein gerichtliches Mahnverfahren oder eine Übergabe an ein Inkassounternehmen an. Wenn du auch dann nicht bezahlst, musst du mit einem Gerichtsverfahren rechnen.

 

Weitere Beiträge
hu
Wissenswertes zur HU