Das Informationsportal von Frauen für Frauen. Seit 2007.

Im Alter noch Autofahren?

Wenn Senioren einen Unfall haben, haben sie ein deutlich höheres Risiko sich dabei auch zu verletzen. Besonders bei Unfällen im Straßenverkehr sind Senioren oft die Unfallverursacher und gleichzeitig auch die Opfer. Denn circa ein Drittel aller Verkehrstoten sind 65 Jahre alt oder älter. Circa 40 Prozent davon sterben bei einem Autounfall. Ab einem Alter von 75 Jahren ist ein deutlicher Anstieg zu beobachten. Um die Gefahr eines Unfalls zu minimieren, ist es wichtig sich geistig und körperlich fit zu halten. Wenn Senioren dann zusätzlich noch an einem Fahrsicherheitstraining teilnehmen, erhöht das die Sicherheit im Straßenverkehr.

Leistungsfähigkeit lässt nach

Etwa ein Viertel aller Senioren über 75 Jahre hat eine Fahrerlaubnis. Wobei etwa jeder zehnte Bundesbürger zu dieser Altersgruppe gehört. Einschränkungen der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit sind in diesem Alter ganz normal und nicht zu vermeiden. Auch die Auswirkungen auf das Verkehrsverhalten sind nicht ganz zu vermeiden. Gerade in schwierigen Verkehrssituationen, etwa bei großen Kreuzungen, sind Senioren oft überfordert. Auch Situationen, die eine schnelle Reaktion erfordern, führen oft zu Unfällen.

Je älter umso höher das Risiko

Sofern über 65-jährige Senioren an Unfällen beteiligt waren, trugen sie zu zwei Drittel (67 Prozent) die Hauptschuld an dem Unfall. Bei den über 75 –Jährigen trugen sogar 75 Prozent der Senioren die Hauptschuld – so eine Statistik der Deutschen Verkehrswacht. Gesundheitliche Probleme und nachlassende Sehstärke dürfen nicht ignoriert werden. Wir müssen uns alle mit zunehmendem Alter überlegen, ob wir es noch verantworten können aktiv am Straßenverkehr teilzunehmen. Oder ob es nicht sicherer und verantwortungsbewusster wäre, darauf zu verzichten und auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen.

Länger mobil bleiben

Um möglichst lange gesund und leistungsfähig zu bleiben, sind regelmäßige Gesundheitschecks wichtig. Auch körperliche und geistige Betätigung helfen dabei. Um eventuelle Nebenwirkungen von Medikamenten besser abschätzen zu können, kann der Hausarzt über die Fahrtüchtigkeit befragt werden. Außerdem sollten Senioren ihre Fahrten mit dem Auto gut planen und nicht unter Zeitdruck fahren. Die Deutsche Verkehrswacht bietet Trainings und Schulungen für Senioren an, damit sie länger mobil bleiben. Autofahrer ab 75 Jahre können auch eine Testfahrt machen, in deren Anschluss sie eine Auswertung ihres Fahrverhaltens bekommen – und eine Empfehlung ob sie überhaupt noch fahren sollten. Wichtig ist es in jedem Fall, seine eigene Leistungsfähigkeit kritisch zu betrachten.

 

Hat dir dieser Beitrag gefallen?
Dann folge uns doch auf Facebook oder melde dich doch zu unserem Newsletter an und verpasse nie mehr die neusten Beiträge, Tests und Aktionen.