Osteoporose

Osteoporose – kein Thema

Bei einer Studie, in Auftrag gegeben von dem Biotechnologie-Unternehmen Amgen GmbH, zum Thema Frauengesundheit wurden rund 750 Frauen jenseits der 55 zu ihrem Präventionsverhalten und ihrem Wissen über Osteoporose befragt. Nicht überraschend: Frauen wollen auch im Alter fit und selbständig bleiben. Die größte Sorge für die Zukunft wäre der Verlust ihrer Unabhängigkeit. Sie wollen ihren Alltag ohne Hilfe bewältigen können. Für 90 Prozent gilt Bettlägerigkeit deshalb als der worst case schlechthin. Frauen über 55 versuchen genau aus diesem Grund, sich durch Sport und Bewegung fit zu halten, und das im Schnitt rund vier Stunden in der Woche. 75 % der älteren Frauen nutzen den Einkauf und anderweitige Besorgungen, um sich zu bewegen. Sie achten auf genügend Flüssigkeit und ihre Linie. Die Vorsorgeangebote der Ärzteschaft werden von zwei Dritteln der Frauen in Anspruch genommen.

Risiko für Osteoporose oft verkannt

Dabei kommt in der Regel das Thema Osteoporose selten zur Sprache, obwohl Frauen in diesem Alter ein erhöhtes Risiko haben, daran zu erkranken. Von den sechs Millionen Osteoporose-Patienten sind immerhin 80 Prozent Frauen. Bei allem Gesundheitsbewusstsein erkennen die wenigsten der Befragten darin eine Gefährdung ihrer Lebensqualität. Gerade mal 15 Prozent der Frauen über 65 sehen darin ein Risiko für sich und bei den jüngeren – von 55 bis 64 – erkennen nur noch acht Prozent eine Gefährdung für ihren Alltag im Alter. Doppelt so viele Frauen als Männer sind gefährdet, an Knochenschwund – so die zivile Bezeichnung – zu erkranken. Mit den Wechseljahren und dem damit verbundenen Östrogenmangel erhöht sich das Risiko zusätzlich. Aber bei 71 Prozent der 55 bis 64jährigen ist Osteoporose kein Thema beim Gesundheitscheck. Aufmerksamer sind die älteren Damen über 65 – immerhin 59 Prozent. Viele Frauen würden Osteoporose unterschätzen, weiß Dr. Stefan Kropff, Executive Medical Director der Amgen GmbH. Osteoporose könne jedoch die Mobilität und Lebensqualität im Alter stark beeinträchtigen, so Kropff. Knochenbrüche wie Hüftfrakturen könnten, seiner Meinung nach, zu schwerwiegenden Einschränkungen führen. Vorsorge, eine rechtzeitige Diagnose und individuelle Therapien könnten die Krankheit eindämmen und die Lebensqualität verbessern.