Nachhaltige Gestaltungsvorschläge für Balkon und Garten

Nachhaltige Gestaltungsvorschläge für Balkon und Garten

Der allumfassende Megatrend der Nachhaltigkeit macht auch vor Balkon und Garten nicht Halt. Naturnahe Materialien und Baustoffe wie Holz, Weide, Rattan oder Sisal verbinden Funktionalität und Design zu einem einzigartigen, wohnlichen Ambiente.

Bambus

Bambus ist ein schnell nachwachsender und gegenüber Umwelteinflüssen robuster Rohstoff. Er gehört zur Familie der Süßgräser und umfasst etwa tausend Unterarten. Der Großteil des in Europa verkauften Bambus stammt aus China und Japan, doch auch in Australien, Afrika und Südamerika wächst der exotische Allrounder.
Eine nachhaltige Bambusmatte setzt fernöstliche Akzente auf dem Balkon oder im Garten und bietet Dir zugleich einen Sichtschutz. Du kannst sie aber auch als Verkleidung für Wand oder Pool verwenden. In Wassernähe sollte der Bambus behandelt sein, um resistenter gegen Feuchtigkeit zu sein.
Eine weitere Option sind Terrassendielen aus Bambusholz. Um den Pool herum verlegt, geben sie eine edle und zugleich widerstandsfähige Pooleinfassung ab. Auch als Untergrund von Outdoorküchen ist Bambus äußerst beliebt.
Das stabile und langlebige Bambusholz wird gespalten oder als Vollrohr verwendet. Da bei der Ernte nicht die ganze Pflanze stirbt und beim Anbau keine Pestizide nötig sind, ist es besonders nachhaltig und umweltfreundlich. Im Schnitt ist das Holz sechs bis acht Jahre haltbar. Auch als Pool- oder Wandverkleidung ist Bambus beliebt.
Im Freien gepflanzt, tut man gut daran eine Rhizomsperre zu verwenden. Diese grenzt das unterirdische Wachstum ein. So verhinderst Du, dass der invasive Bambus sich unerwünscht ausbreitet und dabei Bodenbeläge, Teiche oder Gartenzäune zerstört.

Dachbegrünung

Eine Dachbegrünung birgt zahlreiche Vorteile. Die Energiekosten eines Gebäudes lassen sich wirkungsvoll senken, die Abwassermenge reduzieren, das Mikroklima günstig beeinflussen, die Entstehung urbaner Hitzeinseln verhindern sowie eine Vernetzung einzelner Biotope erreichen. Letzteres wirkt sich positiv auf die Artenvielfalt aus.

Für eine Dachbegrünung eignen sich Sedum Arten (Fetthenne) aufgrund ihrer hohen Wasserspeicherkapazität besonders. Die Begrünung sollte insgesamt aus mindestens fünfzehn verschiedenen Pflanzenarten bestehen, davon einige Fetthennen.

Lebensräume für Insekten

Eine intensive Bauwirtschaft und der Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft sind Ursache eines massiven Artensterbens unter den Insekten und, infolgedessen, auch bei den Vögeln, welche nicht mehr ausreichend Nahrung finden.
Auch die Vorliebe der Bevölkerung für pflegeleichte Steingärten bedingt eine Abnahme der Lebensräume für die Tierwelt. Nistkästen, Insektenhotels oder auch eine simple Anhäufung von Natursteinen bieten Wildbienen und anderen dankbaren Arten ein Habitat.
Ökologischen Mehrwert bieten bienen- und schmetterlingsfreundliche Pflanzenarten, da sie im Gegensatz zu vielen weitverbreiteten Zierpflanzen ausreichend Pollen und Nektar für Insekten beinhalten.

Natürliche Verbrämungsmethoden

Beim gemeinsamen Grillabend können Wespen schnell lästig werden. Doch wie lassen sich die unter Naturschutz stehenden Plagegeister vertreiben, ohne sie zu verletzen oder gar zu töten (was bei gefährdeten Arten ohnehin untersagt ist)? Die Lösung ist verblüffend einfach: Weinraute. Die unscheinbare und für den Menschen olfaktorisch kaum wahrnehmbare Pflanze vertreibt durch ihre ätherischen Öle zuverlässig und natürlich Wespen. Ein Pflanztopf in der Nähe des Esstischs gewährleistet die ungetrübte Grillsoiree.

Pavillon und Pergola

Eine Pergola lässt sich besonders schön durch natürlichen Bewuchs in Szene setzen und sogar in Eigenregie bauen. Zur Konstruktion eignen sich aufgrund der Langlebigkeit ausschließlich beschichtete Hölzer; ideal ist imprägniertes Eichenholz. Als Bepflanzung eignen sich Weintraube, Immergrünes Geißblatt, Blauregen (Wisteria), Clematis, Bougainvillea, Kletterose oder Kletterhortensie besonders gut.

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