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Tipps für den Brandschutz zur Weihnachtszeit

Vorsicht mit den Kerzen

Für viele beginnt die besinnliche Vorweihnachtszeit spätestens mit dem ersten Advent. Für die weihnachtliche Stimmung sorgt der Adventskranz aus Tannenzweigen mit Kerzen darauf. Durch die warme Heizungsluft trocknen die Zweige jedoch schnell aus und können leicht Feuer fangen. Da genügt ein Luftzug und ein Funke kann von der Kerze auf den Kranz überspringen und ihn in Brand setzen. Der Adventskranz sollte mindesten 50 Zentimeter von brennbaren Gegenständen wie Gardinen oder Polstermöbeln entfernt aufgestellt werden. Er braucht eine feuerfeste Unterlage wie etwa Metall und er sollte nicht im Durchzug stehen. Auch die Kerzen sollten auf einer feuerfesten, nicht wackelnden Halterung stehen.

Tannenbäume können brennen

Ein Christbaum mit echten Kerzen verbreitet stimmungsvolle Wärme im Raum – aber er ist gefährlich. Ebenso wie der Adventskranz sollte er einen halben Meter von Vorhängen und Möbeln entfernt stehen. Er braucht einen festen Stand in einem Ständer, den man mit Wasser befüllen kann, damit der Baum nicht so schnell austrocknet. Damit man im Notfall flüchten kann, sollte er keine Ausgangstür blockieren. Die Kerzen so anbringen, dass sie einen möglichst großen Abstand zu den darüber liegenden Zweigen haben. Auch Strohsterne und anderen leichtentzündlichen Baumschmuck weit genug entfernt anbringen. Metallhalterungen mit Kugelgelenk kann man so verstellen, dass die Kerzen senkrecht stehen können und nicht tropfen. Beim Anzünden fängt man am besten oben an, beim Löschen empfiehlt sich die umgekehrte Reihenfolge.

Am sichersten ist es ohne Kerzen

Der beste Schutz vor einem Wohnungsbrand ist der Verzicht auf echte Kerzen. Auch LEDs können ein schönes warmes Licht erzeugen und verursachen keine Brände. Beim Kauf sollte man auf das VDE- oder das GS-Prüfzeichen achten. Ungeprüfte Ware kann einen Kurzschluss verursachen oder durch Überhitzung einen Brand verursachen. LED-Lichterketten gibt es in vielen Farben.

Rauchmelder sind wichtig

In fast allen Bundesländern sind Rauchmelder vorgeschrieben und können gerade in der Weihnachtszeit Leben retten. Fängt der Baum oder der Adventskranz Feuer, meldet der Rauchmelder die Gefahr und man rechtzeitig löschen oder das Haus verlassen. Hilfreich ist es, einen 10-L-Eimer Wasser oder einen Schaumlöscher neben dem Baum zu platzieren. Brennt der Baum schon lichterloh oder hat schon andere Gegenstände erfasst, sollte man die Feuerwehr rufen und die Wohnung verlassen.

Wer zahlt bei Brand?

Wurden Einrichtungsgegenstände wie Möbel oder Teppiche durch Feuer oder Löschwasser zerstört, dann ist das ein Fall für die Hausratversicherung. Auch zerstörte Weihnachtsgeschenke werden übernommen. Ist jedoch das ganze Haus abgebrannt, springt die Wohngebäudeversicherung ein. Je nach Police werden auch Mietkosten übernommen, wenn das Haus eine Zeit lang unbewohnbar ist. Es gibt Versicherungen, die bei einer Neuwerterstattung die Kosten für den Wiederaufbau der Immobilie übernehmen – in gleicher Größe und Ausstattung. Wichtig ist es in jedem Fall, den Schaden genau zu dokumentieren, z. B. mit Fotos, und den Versicherer schnellstmöglich zu informieren. Aufräumarbeiten und Reparaturen sollten mit dem Versicherer abgestimmt werden. Außerdem sollten Versicherte ihre Police regelmäßig überprüfen, etwa bei hochwertigen Neuanschaffungen oder Umbauten.

 

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