Das Informationsportal von Frauen für Frauen. Seit 2007.

Devisen: Eine sinnvolle Anlageform

Tummelten sich vor Jahrzehnten ausschließlich die Profi-Trader und die Großbanken am Devisenmarkt, so sind es seit Jahren auch Privatanleger, die auf steigende (oder auch fallende) Kurse setzen. Der Grund, warum auch der normale Bürger Gefallen am Devisenmarkt gefunden hat? Die Niedrigzinsphase hat die klassischen Anlageformen zerstört – wer heutzutage ein Sparbuch besitzt, der muss sich eingestehen, dass die Inflation die am Sparbuch befindliche Einlage frisst. Denn aktuell befinden sich die Zinssätze zwischen 0,05 Prozent und 0,125 Prozent – nur selten findet man heutzutage ein Tagesgeldkonto mit einem Zinssatz von über 0,5 Prozent. Doch ist der Devisenmarkt wirklich eine Alternative?

Experten warnen: Schwankungen, die zwischen 10 Prozent und 20 Prozent betragen, sind normal; wer sein Geld also in Devisen steckt, der muss Geduld und zudem auch Nerven aus Stahl haben. Mitunter sind das auch die Gründe, warum die Mehrheit der Deutschen dem Euro (und dem Sparbuch) treu geblieben ist. Denn noch immer gibt es, trotz der immer schwächer werdenden Alternativen, keine größere Tendenz, die in die Richtung Devisenmarkt geht. „Eine gute demografische Entwicklung und ein gutes Wirtschaftswachstum sind keine hinreichenden Gründe, wenn es um die Investition in eine Fremdwährung geht“, so Martin Schulte vom Verband der Auslandsbanken in Deutschland. Vor allem scheint es so, als hätten die Deutschen Angst vor dieser „gefährlichen Alternative“ – doch mit ein paar Tipps und Tricks kann man das Risiko durchaus reduzieren.

Das Direktinvestment

Eine konservative Möglichkeit stellt das Direktinvestment dar. Hier kauft der deutsche Anleger beispielsweise US-Dollar und bezahlt dafür, abhängig vom jeweiligen Währungskurs, den Gegenwert in Euro. Steigt in weiterer Folge die US-Valuta an Wert und der Anleger verkauft nun den erworbenen Dollarbestand, so darf er sich über einen höheren Eurobetrag freuen, als er zu Beginn einbezahlt hat. Verliert der US-Dollar hingegen an Wert, so bekommt der Anleger einen geringeren Eurobetrag und muss somit einen Verlust verbuchen. Damit bei einem Deviseninvestment nicht immer eine Währung in eine andere getauscht und in weiterer Folge auf einem Konto geparkt werden muss, stehen den Anlegern Zertifikate und Optionsscheine zur Verfügung. Aufgrund der Tatsache, dass diese Derivate auch mit einem Hebel gehandelt werden können, sind mitunter auch extrem hohe Gewinne möglich – jedoch darf nicht vergessen werden, dass die Chance, einen höheren Gewinn einzufahren, auch gleichzeitig bedeutet, dass auch hohe Verluste möglich sind, sofern sich der Markt in die andere Richtung bewegt. Optionsscheine und Zertifikate, mit denen man auf steigende Kurse eines im Vorfeld ausgewählten Währungspaares setzen kann, werden als Call-Optionsscheine oder auch als Long-Zertifikate bezeichnet. Setzt der Anleger hingegen auf einen sinkenden Kurs des Währungspaares, so muss er sich für einen Put-Optionsschein oder ein Short-Zertifikat entscheiden. Die Richtung – also steigt oder fällt der Kurs – bezieht sich immer auf die erste Währung des gewählten Währungspaares. Setzt der Anleger etwa mit dem Long-Zertifikat auf das Paar Euro/US Dollar, so spekuliert er mit einem steigenden Eurokurs. Würde er sich hingegen für ein Short-Zertifikat entscheiden, so müsste er auf die Abwertung des Euro hoffen – er spekuliert also mit einem Kursanstieg der amerikanischen Währung.

Der Handel mit den Differenzkontrakten

Viel höhere Gewinnchancen, wobei hier keinesfalls das extrem hohe Risiko außer Acht gelassen werden darf, bieten Contracts for Difference – kurz: CFDs. Der Name ist hier bereits Programm – es geht hier um die Differenz, wobei sich diese ausschließlich auf den Kauf- und auf den Verkaufskurs der Position bezieht. Aufgrund der Tatsache, dass auch hier mit dem Hebel gearbeitet wird, muss ebenfalls nur ein Bruchteil des Gesamtwertes von Seiten des Anlegers investiert werden – die Rede ist von der Hinterlegung der Margin, also der sogenannten Sicherheitsleistung. Die restliche Summe wird vom Anbieter, so etwa von oanda, übernommen. Wichtig ist, dass hier immer mit Risikomanagement-Tools, so etwa Stop Loss, gearbeitet wird, sodass der Verlust, sofern es tatsächlich zum Absturz kommt, schon im Vorfeld begrenzt werden kann.

 

Hat dir dieser Beitrag gefallen?
Dann folge uns doch auf Facebook oder melde dich doch zu unserem Newsletter an und verpasse nie mehr die neusten Beiträge, Tests und Aktionen.