Warum Lernen mehr Spaß macht, wenn wir älter werden

Warum Lernen mehr Spaß macht, wenn wir älter werden

Den Spruch „Du lernst fürs Leben und nicht für die Schule“ kennen wir wohl alle noch. Schade nur, dass sich das Verständnis dafür nicht selten erst einstellt, wenn wir ein Alter erreichen, in dem Lernen deutlich schwerer fällt. Dabei entdeckt man oft erst in der Mitte des Lebens völlig neue Interessen und Themen, die einen packen und über die man mehr erfahren möchte.

Das Lernziel macht den Unterschied

Dieses Interesse ist natürlich der beste Ansporn zum Lernen. Dabei spielt es überhaupt keine Rolle, ob es ums Heimwerken geht, um das Verständnis für technische Geräte, um das Erlernen einer fremden Sprache oder um die Wirkung von Kräuterpflanzen und Gewürzen.

Willst Du mehr übers Gärtnern lernen, funktioniert das zum Beispiel durch das Lesen von Gartenbüchern, die Dich ansprechen, oder natürlich durch das berühmte „Learning by doing“. Beliebt ist auch die Karteikasten-Methode, bei der Du Dir in Stichworten die wichtigsten Infos auf Karteikarten notiert und diese immer wieder durchgehst.

Schwieriger wird es da schon, wenn Du eine Sprache erlernen willst. Am Anfang steht zwangsläufig immer das Lernen von Vokabeln. Früher haben wir das klassische Vokabelheft genutzt, heute gibt es dafür diverse Softwareprogramme oder Apps wie zum Beispiel phase6. Wer gern mithilfe von Smartphone, Tablet oder PC lernt, ist bei den umfangreichen Möglichkeiten solcher Angebote gut aufgehoben. Nicht immer geht es dabei um Sprachen für den Urlaub, viele möchten auch für den Job ihre Sprachkenntnisse verbessern. So zeigen beispielsweise Studien, dass die Bereitschaft oder Planung zur Weiterbildung in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen ist.

Nicht jeder ist ein Prüfungsmensch

Als Schüler ist das Lernen mit hohem Druck verbunden, denn in der Regel steht am Ende eine Prüfung an. Wer sich als Erwachsener freiwillig einem Thema zuwendet, macht das oft im Hobbybereich. Wem das nicht genügt, der kann sich allerdings auch an eine der vielen Fernschulen oder Fernuniversitäten wenden, die es gibt. Dort können über einen längeren Zeitraum Studienfächer belegt werden, um das Wissen in einem bestimmten Bereich zu perfektionieren. Die Kosten dafür sind allerdings nicht zu unterschätzen, vor allem aber auch nicht der geforderte Zeitaufwand.

Je größer das eigene Interesse, desto höher ist auch die Bereitschaft in Zeit und Geld zu investieren. Und umso größer sind die Erfolgsaussichten, das Erlernte auch im Kopf zu behalten. Bei einigen Themen kommst Du auch um die Anschaffung bestimmter Ausstattungsgegenstände nicht umhin, weil dort die Praxis im Vordergrund steht. Ein paar Beispiele:

  • Fotografie: Kamera mit Wechselobjektiv, Stativ, Filtern
  • Gärtnern: Hochbeet, Töpfe, Pflanzen, Gartengeräte
  • Schneidern: Nähmaschine, Stoffe, diverses Zubehör, Schnittmuster
  • Malen: Staffelei, Farben, Pinsel, Malgründe

Es lohnt sich also in jedem Fall, wenn Du Dir vorab genau Gedanken darüber machst, in welchem Bereich Du Dein Wissen aufstocken möchtest, damit diese Investitionen sich auch lohnen. Aber dann steht Dir nichts mehr im Wege, Deine Freizeit sinnvoller als bisher zu nutzen, um schon bald Profi in Deinem Lieblingsthema zu werden.

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