Immer mehr Hersteller bringen die neuen, wendigen und leicht zu transportierenden Straßenroller mit Elektroantrieb, sogenannte e-Scooter, auf den Markt und in vielen Ländern sind sie längst aus dem Straßenbild nicht mehr wegzudenken. In Kürze dürfen sie dann auch auf deutschen Straßen fahren. Die Nutzung ist jedoch an einige Auflagen geknüpft.
Voraussetzungen
Die kleinen e-Scooter – auch Kick-Scooter genannt – sind aufgrund ihres Elektroantriebes zulassungspflichtig. Denn alle Fahrzeuge, die schneller als 6 km/h fahren, müssen zugelassen, angemeldet und versichert werden. Bisher waren sie aber nicht zulassungsfähig, weil es schlichtweg in Deutschland keine Kategorie dafür gab. Das soll sich nun im Frühjahr ändern. Dann dürfen die ohnehin schon beliebten und praktischen Roller auch offiziell auf Radwegen und mit bis zu 20 km/h fahren. Wenn kein Radweg vorhanden ist, müssen sie auf die Straße ausweichen, denn Gehwege bleiben tabu für die Flitzer. Die Nutzer müssen mindestens 15 Jahre als sein und einen Mofa-Führerschein oder eine andere Fahrerlaubnis besitzen. Eine Helmpflicht gibt es aber nicht.
Praktische und saubere Alternative zum Auto
Bisher machen sich die Fahrer strafbar und auch die Polizei ist angehalten, nicht wegzusehen, sondern die Roller zu beschlagnahmen, wenn jemand hierauf fahrend erwischt wird. Dabei sind sie mehr als nützlich, vor allem in größeren Städten, in denen alternative Verkehrsmittel dringend erwartet werden angesichts der steigenden Luftbelastung durch Feinstoff und Schadstoffe aus den Autos. Außerdem sind dort ja auch die Parkplätze knapp. Die Elektro Tretroller bieten da eine von mehreren guten Alternativen. Eine andere ist zum Beispiel ein Skateboard mit Antrieb, die auch schon auf deutschen Straßen zu sehen sind – ebenfalls ohne Erlaubnis.
Preise für Elektro-Roller
Die Preise für den Kauf eines e-Scooters beginnen bei etwa 200 Euro, wobei sie je nach Modell, Ausstattung und Hersteller stark variieren können. Hochwertigere Modelle, die mit leistungsfähigeren Batterien und besserer Verarbeitung ausgestattet sind, können Preise von bis zu 1.500 Euro oder mehr erreichen. Doch auch bei den günstigen Varianten erhalten Käufer oft schon ein gutes Maß an Komfort und Funktionalität, wie eine solide Reichweite von 15 bis 30 km pro Ladung und ein schnelles Aufladen der Batterie. Wer ein noch besseres Fahrerlebnis sucht, greift zu sogenannten „Premium“-Rollern, die zusätzlich Features wie eine bessere Federung, leistungsstärkere Motoren und Smart-Features wie App-Verbindungen oder GPS-Tracking bieten.
Trotz des anfänglichen Preises sind e-Scooter aufgrund der geringen Betriebskosten eine wirtschaftliche Wahl, besonders für Pendler. Sie benötigen im Vergleich zum Auto keine teuren Benzinkosten und sind auch im Vergleich zu öffentlichen Verkehrsmitteln eine oft schnellere und flexiblere Lösung. Die hohen Anschaffungskosten relativieren sich also schnell, insbesondere wenn man die Vorteile wie Flexibilität, umweltfreundliche Mobilität und die Möglichkeit, Verkehrsstaus zu umgehen, mit einberechnet. Besonders in urbanen Gegenden, wo Staus und Parkplatzprobleme die täglichen Herausforderungen sind, könnte der e-Scooter zu einer echten und praktischen Alternative zum Auto werden.

