Blumen-Lieferdienste

Blumenlieferdienste im Test

Blumenexpress

Bei Tempo und Tesa weiß jeder, was gemeint ist: Papiertaschentuch und Klebeband. Auch Fleurop steht gesamthaft für eine Warengattung. Dabei gibt es mehr Blumenstraußlieferanten als man denkt. Das Beratungsportal CHIP.de hat Qualität, Angebot und Lieferbedingungen von zwölf verschiedenen Anbietern unter die Lupe genommen.

Wie wurde vorgegangen?

Es wurden dafür zwölf Blumensträuße für je 30 Euro bestellt. In den darauf folgenden sieben Tagen standen die Gebinde unter Beobachtung: hielt die Pracht was die Händler versprachen? Qualität, Frische, Haltbarkeit, Prozedere? Im Internet-Katalog ist ja immer alles schön bunt. Sortierte Sträuße wie Rosenbouquets sind dabei einfach zu bekommen. Wer aber Topfpflanzen oder Trauerarrangements sucht, muss sich umtun. FloraPrima, Euroflorist und Fleurop allerdings sind auf der gesamten floristischen Palette präsent.

Bewertungen der einzelnen Firmen

10 % der Gesamtwertung fielen auf die Flexibilität: geht der Anbieter neben den Standards auch auf Extrawürste ein? Am wenigsten Bloom&Wild. Die bieten zwar viele Varianten mit blumigen Namen, aber allesamt in  gemischten Sträußen. Auch bei BlumeIdeal, BloomyDays und Aldi Blumen finden sich weder Kränze noch Geschenkkörbe.

Der Lieferumfang, der einen Anteil von 20 Prozent der Gesamtwertung ausmacht, fiel sehr unterschiedlich aus. Nicht immer entsprach die Lieferung der Abbildung auf der Webseite. Dabei ist das exakt gleiche Erscheinen bei Gewächsen nicht zu erwarten, jedoch die Anzahl der dargestellten Blumen. Trotz gleicher Preisklasse fielen die Bouquets bisweilen recht unterschiedlich aus. Als Beispiel lieferte BloomyDays 21 Blumen, Fleurop dagegen nur fünf (das Grünzeug nicht mitgerechnet), dazwischen tummelten sich die anderen Anbieter. Mit jeweils 16 Blumen zeigten sich Aldi und Aquarelle dabei durchaus großzügig. Obwohl Gesamtsieger, war BlumeIdeal mit 12 Stielen nicht ganz so generös.

Ein schönes Detail: die meisten Sendungen kamen in einfachen Pappkartons. Es fiel insgesamt wenig Verpackungsmüll an, der sich zudem auch unproblematisch entsorgt ließ. Bei Fleurop stand der Bote sogar filmreif mit einem nahezu verpackungsfreien Strauß vor der Tür, gebunden vom nächstgelegenen Fleurop-Vertragsfloristen.

Das Prozedere, in der Gesamtwertung 10 %, machte insgesamt keinen großen Eindruck. Nur zwei Anbieter verdienten dabei eine sehr gute Bewertung: FloraPrima und Euroflorist. Beurteilt wurden der Funktionsumfang des Online-Bestelltools, Versandoptionen (z.B. Lieferung am Tag der Bestellung oder anonyme Lieferung), Zahlungsmöglichkeiten, Hilfeoptionen und nicht zuletzt Pünktlichkeit.

Wie schnell geht´s denn?

Letzteres wird dabei generell lax formuliert: voraussichtlicher Liefertermin. Für den Valentinstag wurde am 12. bestellt und immerhin neunmal pünktlich im CHIP-Testcenter abgeliefert. Euroflorist und FloraQueen waren einen Tag hinterher. Das hängt allerdings auch vom beauftragten Dienstleister (in der Regel DHL oder DPD) ab. Bei einer Garantiezustellung – nicht bei BloomyDays und Aldi – zahlt der Kunde extra: Zwei Euro bei FloraQueen und fünf Euro bei Lidl, Blume2000. Bei Bloom&Wild variiert der Preis je nach Tag und Art der Bestellung.

Ein wesentlicher Teil des Tests behandelte den Zustand beim Empfang der Ware und der Zeitraum danach. Tatsächlich gaben die Sträuße nach Erhalt ein gutes Bild ab. Standen die Blüten im Bouquet bereits in voller Blüte – wie bei fünf Lieferungen, war zu erahnen, dass man keine lange Freude dran haben würde. Der Lidl-Strauß öffnete seine Knospen zwar erst am zweiten Tag zur Gänze, dann aber schöner als alle anderen. Trotzdem bekamen alle Sträuße bis auf einen die Note gut. Nur der Bund von Fleurop – von allen übrigens der kleinste – wurde wegen vereinzelter schwarzer Stellen und offener Blüten mit „ausreichend“ bewertet. Testsieger BlumenIdeal dagegen lieferte ein besonders frisches Gebinde mit einem nahezu perfekten Erscheinungsbild.

Nach sieben Tage im Testlabor (inkl. beigefügter Frischhaltemittel und des Entfernen welkender Bestandteile) waren die Blumensträuße von Bloom&Wild und Valentins noch immer in einem akzeptablen Zustand, im Gegensatz zu den arg mitgenommenen Ausgaben von Aquarelle und Fleurop.

Ergebnisse

Beurteilt nach dem Abschlussbild drängelten sich auf den Spitzenplätzen BlumenIdeal, Valentins und FloraPrima. Der Vergleich des Preis-Leistungs-Verhältnisses brachte einen deutlicheren Unterschied. Der Preistipp unter den Online-Floristen: Aldi-Blumen.

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