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Technik-Check: Smartwatch oder besser eine mechanische Armbanduhr?

Auch die Uhrenwelt wurde längst vom digitalen Wandel erfasst. Zusätzlich zu den fast schon klassischen Digitaluhren drängen – angeführt von der Apple Watch – immer mehr Smartwatches auf den Markt. Der Trend setzt die Schweizer Uhrenbranche unter Druck. Einige Hersteller ziehen bereits mit und bieten neben Uhren mit mechanischen und quarzbetriebenen Werken auch reine Smartwatches an. Kommt für dich eher eine Smartwatch oder eine traditionelle Uhr in Frage? Unser Ratgeber gibt dir Hilfestellungen für deine Entscheidung und erklärt die Vor- und Nachteile beider Varianten.

Smartwatch: Vor allem für Sportlerinnen interessant

Der Markt der Smartwatches ist inzwischen ebenso groß wie unübersichtlich. Computerwoche.de unterscheidet grundsätzlich in zwei Kategorien:

  • Modelle, die mit einer eigenen SIM-Karte fast wie ein Handy am Handgelenk verwendet werden können
  • Modelle, die nur gekoppelt mit einem Handy funktionieren

Darüber hinaus gibt es noch die Fitness-Armbänder, die sich gezielt an Sportlerinnen richten. Für welche Variante du dich entscheidest, hängt also maßgeblich von dem beabsichtigten Anwendungsgebiet ab. Ein Fitness-Armband kann dir wertvolle Informationen über deinen Kalorienverbrauch, zurückgelegte Strecken oder deinen Puls liefern. Smartwatches können zudem Nachrichten am Handgelenk anzeigen oder ermöglichen die Navigation via GPS.

Stellt sich nur die Frage: Braucht man das? Sportlerinnen profitieren am meisten durch die umfassenden Tracking-Optionen. Gelegenheitsanwenderinnen können in den meisten Anwendungsfällen aber genauso gut auf das Smartphone zugreifen.

Und was ist mit dem Look? In Sachen Design ist derzeit ein Wandel erkennbar. Michael Burke, der CEO von Louis Vuitton, erklärte vor kurzem im Interview mit der Welt: „Sie [Smartwatches] sehen aus wie ein Handy am Arm.“ Demgegenüber wolle man mit der Smartwatch von Louis Vuitton „etwas Schönes“ kreieren. So setzen vor allem die Hersteller klassischer Uhren mit ihren Smartwatch-Linien verstärkt auf elegantere Designs.

Doch lieber eine traditionelle Uhr?

Eines ist sicher: Aufgrund des schnellen Fortschritts in der digitalen Welt und der verhältnismäßig kurzen Akku-Lebenszeiten sind die allermeisten Smartwatches keine Produkte von Dauer und Wertstabilität. Auch dann nicht, wenn sie von renommierten Uhrenmarken stammen: So läuft beispielsweise auf der Smartwatch der Schweizer Luxusmarke Tag Heuer auch nur ein herkömmliches Android-Betriebssystem. Zu schnell sind solche Systeme überholt und durch neuere Modelle ersetzt.

Ganz anders sieht es aus, wenn du dich für die langlebige Technik einer mechanischen Uhr entscheidest: Diese gelten noch immer als relativ wertstabil. Einige besonders hochwertige Damenuhren werden auf Marktplätzen wie Chrono24 sogar als echte Raritäten und Sammlerstücke gehandelt. Zudem ist die seit Jahrhunderten perfektionierte Technik eines mechanischen Uhrwerks auch in Jahren noch auf dem Stand der Technik – zumindest bei regelmäßiger Pflege und Wartung. Besonders exklusive Hersteller wie Patek Philippe werben beispielsweise damit, jede Uhr immer reparieren zu können, egal wie alt sie ist.

Auf der Contra-Seite steht die vergleichsweise limitierte Funktionalität: Auf Messenger-, GPS- und Tracking-Funktionen muss man verzichten. Auch für den Sport sind solche Uhren nur bedingt geeignet. Abgesehen von zertifizierten Taucheruhren, sollte man sie jedenfalls vor dem Schwimmen abnehmen. Viele Modelle vertragen auch Stöße nicht allzu gut.

Bildrechte: Flickr Samsung Gear S smartwatch with Galaxy Note 4 Kārlis Dambrāns

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