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Wie wichtig ist geschlechtsspezifisches Marketing?

Wie wichtig ist geschlechtsspezifisches Marketing?

Frauen sind Konsumenten, die gerne stöbern und sich spontan zu einem Kauf hinreißen lassen und Männer kaufen nur, was sie wirklich brauchen und mehr nicht. Das sind gängige Klischees, wenn es um das unterschiedliche Konsumverhalten von Männern und Frauen geht. Auch wenn man das nicht immer zugeben möchte, hinter jedem Klischee steckt meistens auch ein bisschen Wahrheit. Gerade im Marketing versuchen immer mehr Unternehmen auf diese geschlechtsspezifischen Merkmale einzugehen – mal mit mehr Erfolg und mal mit weniger.

Schon einmal haben wir festgestellt, dass viele Onlineshops „männlich“ gestaltet sind – unter anderem legen sie viel Wert auf technische Angaben und zu wenig auf Details wie Farbe, Ästhetik und Anmutung, sodass sich die User kein ausreichendes Bild über das Produkt machen können. Geschäftsschädigende Retouren sind nur eine Folge.

Heißt das, damit Marketing funktioniert, muss es auf das Geschlecht der jeweiligen Zielgruppe angepasst sein? Klare Fakten, kein Schnickschnack und schnöde Aufzählungen, um männliche Produkte zu verkaufen? Emotionalität, viele Bilder und eine schöne Gestaltung, um weibliche Produkte zu verkaufen? Aber wer sagt, dass sich nicht auch Frauen für technische Details beim Kauf eines neuen Computers interessieren und dass Männer keine genaueren Informationen über den Stoff ihrer neuen Hose haben wollen? Auch wenn hinter jedem Klischee eine kleine Wahrheit steckt, massentauglich sind sie dennoch selten.

Weiblicher Content = guter Content

Verschiedene Untersuchungen zeigen, dass Frauen vor allem drei Dinge ansprechen, wenn es um Content geht:

  • Storytelling
  • Visualität
  • Interaktion

Und auch Männer nehmen diesen „weiblich“ gestalteten Content sehr gut an. Warum? Wahrscheinlich, weil Storytelling, Visualität und Interaktion ganz allgemein für gut aufbereiteten Content stehen, unabhängig von Zielgruppe und Geschlecht.

Das gilt übrigens nicht nur für Online-Marketing, sondern auch für klassische Werbemittel außerhalb der virtuellen Welt: Lässt du das nächste Mal für ein besonderes Produkt eine Broschüre drucken, sind Fakten zum Produkt sicherlich ein Muss. Aber damit sie überhaupt erstmal Interesse erwecken, brauchen sie etwas Besonderes, eine lebendige Gestaltung, einen kreativen Aufhänger. Sind sie auch informativ, werden die Broschüren nicht nur kurz angeguckt und weggeworfen, sondern auch mitgenommen – egal, ob von Mann oder Frau.

Guter Content ist interessant für alle

Viel wichtiger als Marketingstrategien für verschiedene Geschlechterkategorien zu entwickeln, ist es also Inhalte aufzubereiten, die interessant sind und allen einen Mehrwert bieten. Veraltete Geschlechterklischees helfen dabei wenig weiter. Gut ist aber, dass auch die Marketingbranche als ehemalige Männerdomäne langsam von Frauen erobert wird. Nicht mehr nur typische Frauenprodukte werden auf „feminine“ Art und Weise vermarktet, der weibliche Blick hält Einzug in die gesamte Branche. Und davon profitieren auch die Männer.

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