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Achtung vor Müdigkeit am Steuer!

Viele Autofahrer setzen bei akuter Müdigkeit auf die falschen Tricks – Nur eine Pause mit Kurzschlaf oder Bewegung kann wirklich helfen!

Wer kennt das nicht? Nach einem langen Tag noch schnell ins Auto setzen und auf die Heimreise machen, um die Nacht im eigenen Bett verbringen zu können. Da kann dich die Müdigkeit schon mal schnell in brenzlige Situationen bringen.

Autofahrer unterschätzen häufig die Gefahr von akuter Müdigkeit am Steuer und setzen auf vermeintliche Hilfsmittel. Dies ergab eine aktuelle Umfrage des Meinungsforschungsinstituts TNS Emnid im Auftrag des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR).

Im Rahmen der Kampagne „Vorsicht Sekundenschlaf! Die Aktion gegen Müdigkeit am Steuer.“ mit Unterstützung des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) und der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) wurden 1.000 Autofahrerinnen und Autofahrer befragt.

Bei Müdigkeit greifen viele Autofahrerinnen und Autofahrer zu den falschen Hilfsmitteln: Sie öffnen ein Fenster, trinken Kaffee oder Energydrinks und drehen die Musik auf. Diese vermeintlichen Hilfsmittel können jedoch das Einschlafen nicht verhindern.

Jeder Vierte (26 Prozent) ist schon einmal am Steuer eingenickt. Die Wahrscheinlichkeit für einen solchen Sekundenschlaf hänge von verschiedenen Faktoren ab, erklärt Dr. Hans Günter Weeß, Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin: „Dazu gehören die Dauer der Schlaflosigkeit, die Tageszeit und die Situation. So ist beispielsweise die Wahrscheinlichkeit für einen Sekundenschlaf nach einer durchwachten Nacht, in den frühen Morgenstunden zwischen vier und sieben und in monotonen Situationen wie auf der Autobahn besonders hoch.“

Ausreichend Schlaf ist das A und O vor Fahrtantritt

Bei ersten Anzeichen von akuter Müdigkeit solltest du daher auf einen Parkplatz fahren und 10 bis 20, maximal 30 Minuten schlafen. Wer möchte, kann vor dem Kurzschlaf noch einen Kaffee trinken. Das darin enthaltene Koffein wirkt erst nach 30 Minuten, hindert daher nicht beim Einschlafen, erleichtert aber das Wachwerden und verstärkt so den Erfrischungseffekt.

Dies gilt allerdings nur in Kombination mit dem Kurzschlaf, denn Kaffee allein ersetzt den Kurzschlaf nicht. Wem das Schlafen schwerfällt, der kann sich auch an der frischen Luft ertüchtigen. Beides hilft aber nur für eine gewisse Zeit. Daher sollten Pausen grundsätzlich alle zwei Stunden erfolgen.

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