Leichtlaufreifen

Mit Reifen Sprit sparen?

Was bringen Leichtlaufreifen?  
Reifen sind für bis zu 20% des Spritverbrauches verantwortlich. Auf gut Deutsch heißt das: Jede fünfte Tankfüllung geht auf das Konto unserer Reifen. In Zeiten, in denen man gleich ein paar Mal schlucken muss, wenn ein Tankstopp eingelegt wird, ist die Nachfrage nach spritsparenden Reifen dementsprechend groß. Und es gibt sie scheinbar auch: Leichtlaufreifen.  
 
Wie funktioniert’s?
Bei Leichtlaufreifen ist der Rollwiderstand optimiert. Eine steifere Karkasse und eine spezielle Laufflächenmischung tragen dazu bei, dass der Reifen runder läuft. Der Reifen verformt sich weniger und benötigt deshalb weniger Energie, also Sprit. 3% - 5% Kraftstoff lassen sich so einsparen.  
Wie erkenne ich Leichtlaufreifen?
Die Begriffe Leichtlaufreifen, „Ökoreifen“ oder „grüne Reifen“ sind nicht geschützt und können also für jeden Reifen eingesetzt werden. Deswegen sollte man sich nicht auf die Herstellerangaben verlassen, sondern auf objektive Tests zurückgreifen oder sich direkt von seinem Reifenhändler beraten lassen.  
Wo ist der Haken?
Natürlich gibt es bei Leichtlaufreifen einen Haken. Denn schließlich sollen die Reifen nicht nur wenig Sprit verbrauchen, sondern auch einen kurzen Bremsweg haben, sicheres Fahrverhalten in Kurven und bei Nässe beweisen, möglichst leise sein und eine hohe Laufleistung bieten. Alles gleichzeitig ist derzeit unmöglich, es muss also immer ein Kompromiss zwischen den Anforderungen gefunden werden. Am besten lässt sich dieser Kompromiss durch ein Dreieck darstellen. Fasst man die drei wesentlichen Eigenschaften Rollwiderstand, Nassbremsverhalten und Laufleistung zusammen, sieht die Situation wie folgt aus. Im Idealfall lassen sich zwei Eigenschaften gleichzeitig optimieren, die dritte Anforderung bleibt dann aber auf der Strecke. Im Klartext bedeutet das, Leichtlaufreifen weisen in der Regel einen längeren Bremsweg auf. Aber es gibt gute Kompromisse: Die Stiftung Warentest zeichnete beispielsweise von 37 getesteten Reifen 15 Reifen mit „gut“ aus. Darunter auch einige Leichtlaufreifen. 
Leichtlaufreifen ja oder nein?
Leichtlaufreifen sind durchaus sinnvoll. Vor dem Kauf gilt es allerdings die einschlägigen Tests zu studieren, damit sowohl Bremsweg, als auch Spritverbrauch im Rahmen sind.  
Aber auch mit „normalen“ Reifen lässt sich Sprit sparen. Dafür gibt es lediglich zwei Voraussetzungen: Keine Breitreifen. Denn diese sind echte Spritfresser, also ruhig zu den schmaleren Modellen greifen. Luftdruck erhöhen 10% mehr Luft in die Reifen füllen, als vom Hersteller empfohlen. Das spart Sprit und bringt nur eine minimale Veränderung im Bremsweg.

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