Internettelefonie

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Was lange Zeit an zu langsamen Leitungen gescheitert ist, setzt sich jetzt immer mehr durch. Voice over Internet Protocol (VoIP) wird Telefonieren über das Internet auch genannt, weil die Sprache auf dem gleichen Weg transportiert wird, wie beispielsweise E-Mails.  
Mittlerweile ist die Technik schon so weit fortgeschritten, dass es nicht nur mit an den Computer angeschlossenen Mikrofonen und Kopfhörern funktioniert, sondern auch mit speziellen Internettelefonen, die direkt an den Router angeschlossen werden.
Experten gehen davon aus, dass in gar nicht allzu ferner Zukunft die gesamte Telefonie über das Internet läuft. Zur Zeit telefonieren rund eine halbe Millionen Deutscher bereits über das Internet.
Die Technik ermöglicht es, dass die Telefonpartner wahlweise von einem normalen Telefonanschluss, oder über das Internet telefonieren. Das bedeutet, dass Sie als Internettelefonierer natürlich auch normale Anschlüsse anrufen können.
Dabei können aber noch Gebühren anfallen, während bei einem Gespräch ausschließlich über das Internet, keine extra Verbindungskosten entstehen. D.h. Sie bezahlen nur den Internetanschluss und die Hardware, wie zum Beispiel den Router. Allerdings ist gute Internettelefonie nur mit einem DSL-Anschluss und damit verbunden mit einer Flatrate möglich.
Internettelefonie
Seit Beginn 2005 ist auch die Telefonnummernvergabe für VoIP geregelt. Die Bundesnetzagentur hat eine neue Vorwahl (032) freigegeben, die ortsungebunden ist und speziell für VoIP-Telefonie geeignet ist.
Perfekt ist das System der VoIP allerdings noch nicht: Bisher sind Gespräche über das Internet noch recht leicht abzuhören und Werbefirmen nutzen diese Technologie für illegale Werbeanrufe. (Ähnlich SPAM – Spam over Internet Telephony, kurz „Spit“).
Checkliste für Internettelefonie

Wenn Sie sich entscheiden, direkt über den PC zu telefonieren benötigen Sie ein Mikrofon und einen Kopfhörer (oder ein Headset). Schließen Sie die Geräte einfach gemäß den Angaben des Herstellers an und installieren Sie die mitgelieferte, oder aus dem Internet heruntergeladene Software. www.skype.de

Ein Internet-Telefon (IP-Telefon) können Sie im Fachhandel kaufen, oder im Internet bestellen. Das Telefon wird an den Router und die Stromversorgung angeschlossen und zunächst über die Tastatur, später über die Homepage des Herstellers konfiguriert.

Sie haben auch die Möglichkeit mit einem analogen Telefon übers Internet zu telefonieren. Dafür benötigen Sie einen Adapter (am besten mit integriertem Router), den Sie an den DSL-Splitter anschließen. Ihr Telefon wird dann an den Splitter angeschlossen und Ihr Computer über einen USB-Anschluss, oder ein lokales Netzwerk (LAN) mit dem Router (bzw. Adapter) verbunden. Dieser muss noch an die Stromversorgung angeschlossen werden.
Nach der Installation der Gerätschaften können Sie nun das Telefon über die Internetseite des VoIP-Anbieters konfigurieren.


Hallo Frau Tipp

Achtung Firewall!

Ihre Firewall blockt unter Umständen ankommende Gespräche ab. Die einzige Möglichkeit dem zu entgehen ist es, die Firewall nach den Angaben des entsprechenden VoIP-Anbieters zu konfigurieren. Seien Sie allerdings vorsichtig: Die Internettelefonie ist für alle Risiken aus dem Internet anfällig.


Hört da jemand mit?

Internettelefonie lässt sich recht leicht abhören, vor allem wenn Sie dafür einen W-LAN-Anschluss nutzen. Wenn Sie also vertrauliche Inhalte besprechen, informieren Sie sich vorher genau über die Möglichkeiten der Verschlüsselung (am besten bei Ihrem VoIP-Anbieter.)


Wirklich preiswerter?

Wenn Sie überlegen, Ihre Telefonie auf Internettelefonie umzustellen, kalkulieren Sie die Kosten vorher durch. Sollten Sie noch über keinen DSL-Anschluss verfügen, kann die Anschaffung der Infrastruktur teurer sein als die Ersparnis durch die niedrigeren Gesprächskosten. Vielleicht ist auch die Nutzung von preiswerten Call-by-Call-Nummern preiswerter. Internettelefonie zahlt sich vor allem bei Auslandsgesprächen aus, die bisher noch recht teuer sind.


Bei Notfällen nicht abgesichert!

Neben Ihrem Internettelefon sollten Sie auch ein altes Handy behalten. Normalerweise werden Notrufe immer direkt an die nächste Polizei oder Feuerwehr weitergeleitet, bei Internettelefonie ist diese Ortung nur schlecht möglich.
Mit einem alten Handy (auch ohne SIM-Karte) sind Sie für Notrufe auf der sicheren Seite.


Durchgehend erreichbar?

Seien Sie sich bewusst darüber, dass Sie nicht erreichbar sind und auch nicht jemand anderen anrufen können, wenn das Internet ausfällt. Die Störungen bei Internetleitungen treten häufiger auf, als bei Telefonleitungen.


Schützen Sie Ihre Telefonnummer!

Mit Ihrer Internet-Telefonnumer sollten Sie so sorgfältig umgehen wie mit Ihrer E-Mail-Adresse, oder Ihrer normalen Telefonnummer. So vermeiden Sie unnötigen Spit (SPAM over Internet Telephony).

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